Regionalranking: Süddeutschland liegt wirtschaftlich vorne

Im aktuellen Regionalranking der Agentur IW Consult liegt der Süden Deutschlands in Bezug auf die Wirtschaftsstärke weit vorne.
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Viktualienmarkt München
Süddeutsche Regionen belegen in einem aktuellen Wirtschaftsanking wiederholt die vorderen Plätze.
Im aktuellen Regionalranking der IW Consult, einer Tochter des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, liegen unter den 100 wirtschaftlich stärksten Regionen Deutschlands 89 in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Teile Niedersachsens können Anschluss an die Spitze halten, das Ruhrgebiet hat im Vergleich zum letzten Ranking jedoch an Boden verloren. Im Ranking wurde die die sozio-ökonomische Lage in allen 402 Städten und Kreisen Deutschlands untersucht.

Nahe der Vollbeschäftigung
Was die Arbeitslosenquote angeht, steht der Süden der Republik ebenfalls gut da. In Teilen Bayerns, Baden-Württembergs, im Süden Niedersachsens und im Westen von Rheinland-Pfalz liegt die Anzahl der Erwerbslosen unter vier Prozent. Nach den Zahlen der IW Consult belegt den ersten Platz wie bereits in der Vergangenheit die Region München.  

Besonders positiv entwickeln sich, der Studie entsprechend, Regionen mit einer innovativen Wirtschaft. Allerdings kann der daraus resultierende Fachkräftebedarf nicht immer gedeckt werden. Laut Zahlen des IW Köln bestehen Engpässe teilweise sogar bei Facharbeiten, von denen nur geringe Deutschkenntnisse erwartet werden. Die IW Consult sieht hier die Möglichkeit, dass Flüchtlinge diese Lücken schließen könnten. Dafür müssten die betroffenen Regionen allerdings mehr Geld in die Integration investieren.

Schwache Regionen im Westen und Norden
Der Westen Deutschland und vor allem das Ruhrgebiet kämpfen dagegen mit starken wirtschaftlichen Problemen. Im Regionalranking sind fünf der zehn am niedrigsten gelisteten Regionen aus dem Ruhrgebiet. Das Schlusslicht des Rankings stellt die Region Duisburg dar. Auch vier Städte in Norddeutschland liegen am Ende des Rankings: Wilhelmshaven, Neumünster, Flensburg und Bremerhaven. Hanno Kempermann von der IW Consult sieht dort dringenden Handlungsbedarf: „Die schwachen Regionen drohen den Anschluss zu verlieren, wenn sie nicht gegensteuern.“
 
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