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Flüchtlinge entscheiden sich häufig gegen Berufsausbildung

Viele Flüchtlinge wollen laut einer Studie lieber mit Helfertätigkeiten schnell Geld verdienen als erst einmal eine Lehre zu machen. Damit steige das Risiko, dass sie im Niedriglohnsektor verharren, warnte das Institut der deutschen Wirtschaft Köln.
Asylbewerber Hamza Ahmed (l.) aus Somalia arbeitet für die Firma Reuther STC GmbH im brandenburgischen Fürstenwalde. Foto: Patrick Pleul/Archiv
 

«Man muss aufpassen, dass sich das nicht verfestigt», sagte die Ausbildungsexpertin des arbeitgebernahen Instituts, Regina Flake. Es sei notwendig, mehr für die duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule zu werben, Ausbildungsbetriebe besser zu beraten und die berufsbezogene Sprachförderung weiter auszubauen.

Nach der Umfrage unter rund 1000 Unternehmen hat jeder vierte Betrieb in den vergangenen drei Jahren Flüchtlinge beschäftigt, im Handwerk jeder dritte. Häufig handele es sich dabei um Praktika. Neun von zehn dieser Firmen sähen die Flüchtlinge als Bereicherung und würdigen ihre Motivation und Einsatzbereitschaft. Ebenso viele betrachteten jedoch die mangelnden Deutschkenntnisse als Hindernis. Drei Viertel der befragten Unternehmen sähen noch Nachholbedarf bei Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit.

Zu früheren Hoffnungen, Flüchtlinge würden den Fachkräftemangel beheben, sagte Institutsdirektor Michael Hüther: «Bei den blühenden Landschaften hat es auch etwas länger gedauert.» Bis ein Flüchtling arbeitsmarktfähig sei, könnten vier bis fünf Jahre vergehen.