Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

DocMorris muss Automatenapotheke schließen

Der Versandhändler DocMorris muss seine umstrittene Automatenapotheke in Baden-Württemberg schon nach gut 48 Stunden wieder schließen.
DocMorris hatte die lang geplante Abgabestelle von Arzneimitteln in Hüffenhardt in Baden-Württemberg erst am Mittwochnachmittag eröffnet. Foto: Uwe Anspach
 

Das Regierungspräsidium Karlsruhe habe wegen Verstößen gegen gesetzliche Auflagen so entschieden, sagte ein Behördensprecher, ohne zunächst weitere Details zu nennen. DocMorris hatte die lang geplante Abgabestelle von Arzneimitteln in Hüffenhardt in Baden-Württemberg am Mittwochnachmittag eröffnet. Die Apotheke in dem 2000-Seelen-Dorf war 2015 geschlossen worden, weil sich kein Nachfolger fand.

Nach dem Plan sollten online bestellte Arzneimittel in die von DocMorris gemieteten Räume geliefert werden. Die Beratung sollte per Videochat erfolgen. DocMorris-Personal in den Niederlanden hätte per Knopfdruck das Medikament freigegeben, das dann in Hüffenhardt aus dem Automaten gefallen wäre. Kein Apotheker, sondern ein Manager hätte es dann vor Ort an den Kunden übergeben.

Beim Regierungspräsidium hatte der Versandhändler entsprechend nur ein Arzneimittellager angezeigt. DocMorris hatte damit versucht, das für ihn geltende Apothekenverbot in Deutschland zu umgehen: Wegen des sogenannten «Fremdbesitzverbots» sind Apothekenketten von Unternehmen untersagt. Die Landesapothekerkammer Baden-Württemberg hielt das Vorgehen für unzulässig.

DocMorris will sich nicht sofort geschlagen geben. «Wir glauben weiterhin, dass man in Deutschland digitale Projekte zum Wohle aller umsetzen kann», sagte Geschäftsführer Olaf Heinrich.