Moskau

Daimler legt Grundstein für erstes Mercedes-Werk in Russland

Der Absatzeinbruch von 50 Prozent hat die russische Autobranche hart getroffen. Dennoch weiten deutsche Hersteller ihr Engagement im größten Flächenstaat der Erde aus. Bei Großprojekten wie einem neuen Mercedes-Werk locken die Behörden Investoren auch mit Geschenken.
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Daimler
Mercedes-Benz ist nach eigener Darstellung die führende Marke im russischen Premiumsegment. Foto: Soeren Stache

Der Stuttgarter Autohersteller Daimler hat mit dem Bau seines ersten Werks in Russland begonnen.

In Anwesenheit von Industrieminister Denis Manturow legten Daimler-Vertreter bei Moskau den Grundstein für die neue Fabrik.

«Dieses neue Werk ist ein Statement für die Zukunft», sagte Markus Schäfer, Vorstandsmitglied bei Mercedes-Benz Cars. «Dies zeigt, dass Investoren aus Deutschland an unser Land glauben», sagte Manturow.

Das Werk soll innerhalb von anderthalb Jahren im Industriepark Jessipowo auf einem früheren Militärgelände nordwestlich der Hauptstadt entstehen. Die Produktion von E-Klasse-Limousinen und Geländewagen soll 2019 anlaufen. Mercedes-Benz will bis zu 25 000 Fahrzeuge jährlich in Russland fertigen und mehr als 1000 Jobs schaffen. Das Unternehmen investiert mehr als 250 Millionen Euro.

Mercedes-Benz ist nach eigener Darstellung die führende Marke im russischen Premiumsegment. Im vergangenen Jahr verkauften die Stuttgarter im größten Flächenstaat der Erde knapp 37 000 Fahrzeuge. Zum Vergleich: Der Münchner Wettbewerber BMW kam auf 27 500 Autos.

Die russische Autobranche, einst Hoffnungsmarkt für westliche Großkonzerne, steckt seit Jahren in einer tiefen Krise. Deutsche Marken haben zuletzt dennoch ihr Engagement ausgebaut.

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