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Was verdienen eigentlich Bäcker, Friseure oder Kfz-Mechatroniker?

Ausbildungsberufe ohne Zukunft? Reicht das Gehalt zum Leben? Und was bringen Weiterbildungen? Viele Fragen, inFranken.de hat Antworten!
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Der Berufs des Bäckers wird dem Handwerk zugeordnet. Arbeitsbeginn sind die Morgenstunden. Foto: Jens Büttner / dpa
Der Berufs des Bäckers wird dem Handwerk zugeordnet. Arbeitsbeginn sind die Morgenstunden. Foto: Jens Büttner / dpa
Handwerkliche Berufe oder Tätigkeitsfelder aus dem Dienstleistungssektor bauen auf eine solide Ausbildung in lokalen Betrieben. Als Grundlage für spätere Selbstständigkeit oder einen Meisterbrief müssen jedoch zuerst die Lehrjahre absolviert werden - meist mit mauer Ausbeute.

inFranken.de hat einige der klassischen Ausbildungsberufe in Lehre und späterem Arbeitsmarkt verglichen.
Was verdienen eigentlich Bäcker, Friseure oder Kfz-Mechatroniker?


Bäcker

In den Backstuben Deutschlands dauert die Ausbildung zum Bäcker drei Jahre. Beginnend mit 430 Euro brutto im ersten Lehrjahr steigt das Gehalt im dritten Lehrjahr bis auf 750 Euro brutto an. Zum Berufseinstieg sind zwischen 1700 und 1900 Euro brutto realistisch.

Wer sich weiterbilden möchte, kann einen Meisterbrief machen. Dieses Vorhaben ist allerdings kostspielig: Rund 10.000 Euro muss in den Meisterkurs und die Lehrgangsgebühren investiert werden. Dieses Kosten können allerdings durch die Beantragung von "Bafög" umgangen werden. Die zinsfreie Rückzahlung dauert später rund sechs Jahre.

Der Meisterbrief lohnt sich allerdings: Als Bruttogehalt können zwischen 2000 und 3500 Euro eingeplant werden. Die Krönung der Bäckerkarriere ist eine eigene Bäckerei. Die Selbstständigkeit ist allerdings mit weiteren Kosten verbunden.


Konditor

Das Pendant zum Bäcker ist der Konditor. Auch als Künstler und den Handwerkern bezeichnet, verdient ein Konditor in der Lehre im ersten Ausbildungsjahr ca. 330 Euro brutto. Das Lehrgehalt steigt bis auf rund 450 Euro in der Ausbildung. Auch beim Einstiegsgehalt macht sich der Beruf bemerkbar: 1400 bis 1600 Euro brutto können zu Berufsbeginn erwartet werden. Dieser Wert kann je nach Betrieb auf bis zu 2000 Euro steigen.

Potenzielle Weiterbildungen stellen der/die Bäckereifachverkäufer/-in oder der Meisterbrief dar. Die Kosten für den Meisterbrief bewegen sich in gleicher Höhe wie bei einem Bäcker.


Metzger / Fleischer

Fachangestellte, die mit der Herstellung und Verarbeitung von Fleisch- und Wurstwaren beschäftigt sind, steigen mit einem Bruttogehalt zwischen 1800 und 1900 Euro in den Beruf ein. Die Ausbildung beginnt mit 500 Euro und steigt im dritten Jahr auf bis zu 700 Euro.

Mit Meisterbrief steigt das Bruttogehalt auf bis zu 2700 Euro. Mit Abitur (während der Ausbildung möglich) gibt es auch die Variante Ernährungswissenschaften im Bachelor (und Master) zu studieren, was Zugang zur Forschung auf diesem Berufsfeld bieten könnte.

Kfz - Mechatroniker

Die Ausbildung zum Mechatroniker in einem Kfz-Betrieb, wie einer Autowerkstatt dauert ganze vier Jahre. Beginnend mit 625 Euro steigt das Ausbildungsgehalt bis auf 800 Euro. Das Gehalt zum Berufseinstieg liegt zwischen 1500 und 1900 Euro brutto, was jedoch auf bis zu 2300 Euro steigen kann.

Auch auf diesem Gebiet gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten: Eine Fortbildung zum Fachwirt mit anschließendem Meisterbrief. Die zusätzlichen Kosten können auch hier mit "Bafög" umgangen werden.

Lkw - / Berufskraftfahrer

Die Fahrerkabine ist ihr Wohnzimmer und sie kennen jede Raststätte Deutschlands Autobahnen beim Namen: Berufskraftfahrer. Dem Beruf voraus geht eine dreijährige Ausbildung, in der das Gehalt zwischen 530 und 800 Euro liegt.

Mit abgeschlossener Ausbildung verdient ein Berufskraftfahrer rund 1700 bis 1800 Euro. Der Lohn im weiteren Berufsleben hängt stark von der Berufserfahrung ab.

Eine weitere Möglichkeit ist, als Busfahrer im öffentlichen Dienst zu arbeiten. Hier wird man nach Tarif bezahlt, steig kontinuierlich in den Tarifgruppen auf, das Gehalt ist aber ab einer bestimmten Grenze gedeckelt.

Auch in diesem Fall ist ein Meisterbrief möglich: Bis zu 4000 Euro Gehalt kann als "Meister im Kraftverkehr" erzielt werden, beispielsweise in einer Führungsposition eines Logistikunternehmens.
Friseur

Einer der am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe: der Friseur. Die Ausbildungsvergütung liegt laut dem Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks zwischen 456 Euro im ersten und 720 Euro im dritten Ausbildungsjahr. Das Einstiegsgehalt liegt bei ca. 1500 Euro brutto. Friseure sehen sich oft als Künstler, statt als klassischer Dienstleister.

Unabhängig davon kann das Gehalt mit Weiterbildungsmaßnahmen kontinuierlich aufgestockt werden. Durch den Meisterbrief sind bis zu 3000 Euro brutto möglich. Als Friseur kann auch in anderen Bereichen, als dem klassischen Friseursalon gearbeitet werden, wie beispielsweise in Theater und Film oder auch als Styling-Beratung.

Sport- und Fitnesskaufmann

Ob im örtlichen Sportgeschäft oder im Großhandel - Sport- und Fitnesskaufmänner und -frauen sind gefragt. Die dreijährige Berufsausbildung hat eine Gehaltsspanne von 700 bis 800 Euro und bietet die Chance übernommen zu werden.

1400 bis 2000 Euro brutto verdient ein Berufseinsteiger, wobei eine Weiterbildung zum Fitnessfachwirt möglich ist. Diese Maßnahme kann eine Gehaltsaufstockung auf bis zu 2500 Euro brutto bedeuten.

Medizinische Fachangestellte

Medizinische Fachangestellte werden nach Tarif bezahlt. Je nach Weiterbildungsstand und Berufserfahrung, kommt es zu einer Eingruppierung in Tarifgruppen. Die Grundlage dafür ist jedoch eine dreijährige Lehre, in der man zwischen 730 und 820 Euro verdient.

In diesen Berufen kommt es oft zu ungewöhnlichen Arbeitszeiten und Stress. Die Angestellten müssen beispielsweise arbeiten, wenn andere Menschen krank sind. Das kann auch am Wochenende oder an Feiertagen vor kommen. Dafür erhält man an Samstag einen 25-prozentigen Aufschlag, an Sonn- und Feiertagen sogar 50 Prozent mehr.

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