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Gesundheit

Was Du gegen schwaches Bindegewebe tun kannst

Mit dem Alter oder nach Schwangerschaften kann Bindegewebe schwächer werden. So kann man entgegenwirken.
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Das Bindegewebe durchzieht netzartig den gesamten Körper und umschließt auch die Organe. Es besteht größtenteils aus Zwischenzellsubstanzen wie zum Beispiel Kollagenfasern. Das Bindegewebe hat eine wichtige stützende und stabilisierende Funktion. Man kann es sich als weiches, flexibles Skelett im Körper vorstellen.

Wird das Bindegewebe mit dem Alter schwächer, fällt das bei Frauen meist an den Beinen, am Po und am Bauch auf. Schwangerschaften, in denen sich das Gewebe sehr schnell stark dehnen muss, fördern die typischen Anzeichen von Bindegewebsschwäche wie Cellulite und Dehnungsstreifen. Doch auch Männer sind betroffen. Übergewicht dehnt auch bei Männern, deren Gewebe genetisch bedingt stärker ist, die Haut und fördert Bindegewebsschwäche.

Werden Besenreiser, die typische Orangenhaut oder Dehnungsstreifen sichtbar, bedeutet das, das Bindegewebe des Körpers verliert nach und nach seine stützende Funktion. Häufige blaue Flecken, aber auch Leistenbrüche, Krampfadern, Hämorrhoiden und Gebärmuttersenkungen können die Folge eines sehr schwachen Bindegewebes sein.

Gegen die Veranlagung zu einem schwachen Bindegewebe kann man leider nicht viel tun: Sie ist genetisch bedingt und betrifft einige Menschen stärker als andere. Hinzu kommt, dass der Körper mit fortschreitendem Alter seine Fähigkeit verliert, Kollagen zu bilden. Auch das können wir leider kaum beeinflussen. Es gibt aber Faktoren, deren schädigende Wirkung wir vermeiden oder verbessern können:

Übergewicht vermeiden oder abbauen

Bei zu vielen Kilos auf den Rippen wird unser innerer Stützapparat permanent gedehnt. Er kann dem ständigen "Zug" nicht standhalten und wird daher immer schwächer. Eine gesunde, langsame Gewichtsreduktion hilft dem Bindegewebe.
Regelmäßige Bewegung

Wer hätte das gedacht? Ausdauertraining und regelmäßige Bewegung im Alltag können helfen, die Auswirkungen von schwachem Bindegewebe zu verringern. Sport trainiert die Muskulatur, entlastet das Bindegewebe und hilft auch dabei, ein Zuviel an Gewicht abzubauen.

Rauchen und zu viel Sonnenlicht vermeiden

Nikotin und UV-Licht lassen die Haut schneller altern. Bindegewebe und äußere Haut werden geschädigt und verlieren schneller ihre Straffheit.
Gesunde Ernährung, viel Wasser

Ein weiterer Klassiker in so ziemlich allen Gesundheitsfragen: Von einer gemüse- und obstreichen, fleischarmen Ernährung profitieren Haut und Bindegewebe. Das liegt an einer Vielzahl von Vitaminen, Spurenelementen und Mikronährstoffen, die wir uns in Form von Nahrungsergänzungsmitteln so gar nicht zuführen können. Ausreichend kohlensäurearmes Wasser trinken entschlackt und hilft dem Bindegewebe beim Abtransport schädigender Substanzen.

Massagen, Wechselduschen, Cremes

Während Massagen und Wechselduschen die Durchblutung anregen und daher auf keinen Fall verkehrt sind, versprechen Lotionen und Kollagentabletten oft Wirkungen, die nicht belegt werden können. Schaden nimmt vor allem der Geldbeutel. Wer seinem Bindegewebe etwas Gutes tun möchte, investiert also lieber in leckere, gesunde Ernährung oder in ein Paar neue Sportschuhe.
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