" /> HBO verbietet Penis-Szene in der Hit-Serie "Girls"

HBO verbietet Penis-Szene in der Hit-Serie "Girls"

Der US-Sender HBO gilt als ausgesprochen liberal, was den Umgang mit Sex und Gewalt angeht. Doch die Serie "Girls" brachte den Pay-TV-Sender nun an seine Grenzen. Der Produzent Judd Apatow verriet nun, welche explizite Szene vom Sender verboten wurde.

Auch Lena Dunhams (Mitte) Serie "Girls" hat ihre Grenzen
 

Auch ein vergleichsweise radikaler Sender wie HBO kommt an seine Grenzen. Nun legte der Pay-TV-Sender bei einer besonders gewagten Szene der Serie "Girls", in der offenbar ein erigierter Penis zu sehen sein sollte, sein Veto ein. Das erzählte der Produzent der Serie, der Regisseur Judd Apatow (46, "Beim ersten Mal"), bei einer Veranstaltung der Loyola Marymount University. "Es gab Dinge in 'Girls', bei denen HBO zu uns sagte: 'Wenn wir das im Fernsehen ausstrahlen, könnten wir unsere Sendelizenz verlieren'", wird Apatow im "Hollywood Reporter" zitiert. Der Filmemacher nahm Bezug auf eine besondere Sexszene: "Es ist etwas, was man sonst nur in Pornos sieht. Elemente des Geschlechtsverkehrs."

Die erste Staffel der US-Serie "Girls" ist hier auf DVD erhältlich

HBO ging in Serien wie "Sex and the City" oder "The Sopranos" bislang expliziter mit Sex und Gewalt um als die meisten anderen Sender in den prüden USA. Als Pay-TV-Kanal unterliegt HBO vielen Regeln des öffentlichen Fernsehens nicht. Doch die Erfolgsserie, in der vor allem die Hauptdarstellerin Lena Dunham (27) nicht mit Nacktheit geizt, sprengte auch deren Rahmen. Apatow zeigte demnach Verständnis, weshalb bestimmte Szenen nicht gezeigt werden könnten.

Zudem erklärte er seine eigenen Erfahrungen mit der Belastbarkeit des amerikanischen Publikums. "Wir haben experimentiert, wieviel die Leute aushalten. Wir hatten schon männliche Genitalien in Filmen." 20 Sekunden seien dabei für das Publikum seiner Erfahrung nach definitiv zuviel, während fünf Sekunden in der Regel in Ordnung seien. "Also ist das in etwa die Menge an Penis im Film, die die Leute ertragen. Fünf Sekunden ja, zwanzig Sekunden nein."