Neu-Ulm
Missbrauch der Rettungsgasse

Unfall mit sechs Verletzten: Autofahrerin fährt Sanitäter durch Rettungsgasse hinterher

Bei einem Unfall auf einer Bundesstraße in Schwaben hat eine Autofahrerin die Rettungsgasse missbraucht, um einem Stau schnell zu entkommen.
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Bei einem Unfall auf einer Bundesstraße in Schwaben hat eine Autofahrerin die Rettungsgasse missbraucht, um einem Stau schnell zu entkommen. Symbolbild: Michael Gründel
Bei einem Unfall auf einer Bundesstraße in Schwaben hat eine Autofahrerin die Rettungsgasse missbraucht, um einem Stau schnell zu entkommen. Symbolbild: Michael Gründel
Zu einem Verkehrsunfall mit sechs Verletzten kam es am Freitagnachmittag gegen 14.00 Uhr auf der B28 bei Neu-Ulm. Eine 34-jährige Autofahrerin missbrauchte die Rettungsgasse und fuhr dreist dem Rettungswagen hinterher.

Eine 32-jährige Pkw-Lenkerin bemerkte ein Stauende zu spät und fuhr auf einen Pkw, in welchem der 50-jährige Fahrer leicht verletzt wurde, auf. Dieses Fahrzeug wurde gegen zwei weitere im Stau stehende Fahrzeuge geschleudert. In einem befand sich eine vierköpfige Familie. Die Eltern und die beiden Kinder im Grundschul- und Teenageralter wurden ebenfalls leicht verletzt. Der Fahrer des vierten Autos blieb unverletzt.

Die Verursacherin wurde ebenfalls leicht verletzt und muss nun mit einer Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung rechnen. Es entstand Sachschaden in Höhe von 30.000 bis 35.000 Euro.

Für die Unfallaufnahme war die Richtungsfahrbahn zunächst komplett gesperrt. Eine 34-jährige Autofahrerin nahm die vorhandene Rettungsgasse zum Anlass, dem Rettungswagen zu folgen, um so den Stau schneller hinter sich zu bringen. Die Dame wurde durch die unfallaufnehmenden Beamten angehalten und wird angezeigt.


Die Unfallstelle war gegen 16.00 Uhr geräumt. Durch den Verkehrsunfall kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auch im Bereich der B30 und B10. Neben Rettungsdienst und Polizei waren die Feuerwehren Neu-Ulm, Pfuhl und Burlafingen im Einsatz.
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