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So gut wie neu: 106 Jahre alter Kuchen in der Antarktis gefunden

106 Jahre lag der Kuchen in der Antarktis, habe aber noch gut gerochen. Er gehörte wohl den Mitgliedern einer tragischen Expedition zum Südpol.
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106 Jahre lag der Kuchen in der Antarktis, habe aber noch gut gerochen. Er gehörte wohl den Mitgliedern einer tragischen Expedition zum Südpol. Foto: Antarctic Heritage Trust/dpa
106 Jahre lag der Kuchen in der Antarktis, habe aber noch gut gerochen. Er gehörte wohl den Mitgliedern einer tragischen Expedition zum Südpol. Foto: Antarctic Heritage Trust/dpa
106 Jahre alt und noch immer (fast) zum Anbeißen: Neuseeländische Wissenschaftler haben in einer entlegenen Hütte in der Antarktis einen perfekt konservierten Früchtekuchen entdeckt. Der einst von der britischen Firma "Huntley und Palmers" hergestellte Kuchen war noch in Papier gewickelt und befand sich in einer verzinnten Dose, teilte die Stiftung Antarctic Heritage Trust am Donnerstag in Christchurch mit.

Die Wissenschaftler hatten eine Reihe verrosteter Blechdosen untersucht, die in den 1899 von norwegischen Forschern erbauten Hütten auf der Landzunge Kap Adare gefunden worden waren. 1911 hatten Mitglieder der vom Unglück verfolgten Antarktis-Expedition des Briten Robert Falcon Scott die Hütten genutzt.


Kuchen gehört wohl zur gescheiterten Expedition von Robert Scott

Die Wissenschaftler nehmen an, dass der Kuchen von Scotts Team stammt. Es sei eine große Überraschung gewesen, diesen "perfekt erhaltenen" Früchtekuchen zu finden, sagte die Leitern des Forschungsprojektes, Lizzie Meek. Früchtekuchen sei wegen seines hohen Energiegehaltes ideal für antarktische Bedingungen.

Obwohl der Kuchen durchaus noch genießbar roch und aussah, wollten die Forscher nicht kosten, wie Meek der neuseeländischen Nachrichtenseite Newshub sagte. Dies widerspreche der wissenschaftlichen Ethik. "Der Früchtekuchen wird wieder dorthin zurückkehren, wo er herkam, auf ein Regal in der Hütte." Besucher könnten ihn und die anderen Fundstücke dort bewundern.

Ein Team des Canterbury-Museums in Christchurch hatte in den vergangenen 14 Monaten etwa 1500 Fundstücke vom Kap Adare untersucht und konserviert.
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