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Sky-Serie

Sex, Drogen, Berlin: Hält Serie "Babylon Berlin", was sie verspricht?

"Babylon Berlin" soll rund 40 Millionen Euro gekostet haben. Fraglich ist nun, ob die Erwartungen an die Serie auch erfüllt werden können.
Während im Vergnügungspalast "Moka Efti" das Leben tobt, herrschen auf den Straßen Berlins Ende der 1920er Jahre Gewalt und Elend. "Babylon Berlin" zeigt beides auf beeindruckende Weise. Fotos: Batier/X Filme 2017
 
Berlin anno 1929: Die Goldenen Zwanziger gehen zu Ende, nur noch vier Jahre, dann ist Hitler Reichskanzler. Leuchtreklamen erhellen die Boulevards, und während die Reichen in den Nachtclubs mit Charleston und Absinth feiern, gehen die Armen auf die Straße, um zu demonstrieren. Dort ist nichts golden, dort ist das Elend. Dort herrscht die Gewalt.


Sky und die ARD produzieren gemeinsam

Die neue Serie "Babylon Berlin" springt mitten hinein in diese Welt, ein bildgewaltiges Panoptikum der Weimarer Republik. Die mit Spannung erwartete, geschätzt 40 Millionen Euro teure Produktion könnte zu einem Meilenstein für die heimische Fernsehlandschaft werden.
Nicht nur, weil sie die teuerste deutsche Serie aller Zeiten ist und von Regisseur Tom Tykwer ("Lola rennt") mit Stars wie Matthias Brandt, Lars Eidinger oder Fritzi Haberlandt inszeniert wurde. Sondern auch, weil der Bezahlsender Sky und die gebührenfinanzierte ARD die Serie "Babylon Berlin" gemeinsam produziert haben. Diese nicht unumstrittene Kooperation ist einmalig. Ob sie wegweisend ist, wird sich zeigen.

Für Sky ist "Babylon Berlin" ein weiteres Serien-"Highlight" in einem Angebot, das sich an Serienfans richtet, also eine Nische bedient. Für die ARD ist "Babylon Berlin" dagegen ein Prestige-Projekt. Letztlich geht es darum, ob ein öffentlich-rechtlicher Sender mit Milliardeneinnahmen mehr hinbekommt als Krankenhaus- oder Krimi-Serien, die filmisch so erzählt sind wie vor 20 Jahren.


”Babylon Berlin” steht in den Startlöchern

180 Drehtage, knapp 300 Drehorte, 5000 Komparsen, 8000 Quadratmeter Außenkulissen in Babelsberg: Damit sich das lohnt, muss "Babylon Berlin" ein Erfolg werden. International zeichnet sich der ab: Noch vor dem TV-Start wurde die Serie in 40 Länder verkauft. Kein Wunder, dass schon zwei weitere Staffeln in Auftrag gegeben wurden. Stoff genug gibt es: Bestsellerautor Kutscher will die Handlung erst mit Roman-Band neun enden lassen, der 1938 spielt.

Die Serie kann man ab diesem Freitag jeweils um 20.15 Uhr bei Sky sehen, in der ARD erst Ende 2018.
"Babylon Berlin" basiert auf den Bestsellern von Volker Kutscher über die Abenteuer eines Kommissars in der Weimarer Republik: Gereon Rath (in der Serie gespielt von Volker Bruch) ist eine gebrochene Figur und seit seiner Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg drogenabhängig.
Der Kommissar aus Köln ermittelt nun im Berliner Sittendezernat. Er ist auf der Suche nach einem Film, auf dem eine bedeutende Persönlichkeit sadomasochistische Praktiken auslebt. In der ersten Episode lernt er die Stenotypistin Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) kennen, die nachts als Gelegenheitsprostituierte Geld verdient, damit sie die Miete für das Rattenloch bezahlen kann, in dem sie mit ihrer Familie haust. Die Ermittlungen führen die beiden schließlich in eine Welt zwischen kommunistischen Unruhen und aufkeimendem Nationalsozialismus. Tom Tykwer, der mit seinen Kollegen Achim von Borries und Henk Handloegten viereinhalb Jahre lang an dem Projekt gearbeitet hat, ist spürbar verliebt in "Babylon Berlin" - keine Serie der leisen Töne, sondern eine, um sich sattzusehen, mal derb, mal glamourös.

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