Mandeville
Fleischfressende Bakterien

Rohe Austern gegessen: Fleischfressende Bakterien töten Frau (55) aus USA

Ein 21 Tage langer Kampf: Die 55-jährige Jeanette LeBlanc probiert mit Freunden Meeresfrüchte: Sie ahnt nicht, was für körperliche Folgen das hat.
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Jeanette LeBlanc verlor den Kampf gegen die fleischfressenden Bakterien. Mehrere Notoperationen brachten nichts, Symbolfoto: pixabay.com/DrRod
Jeanette LeBlanc verlor den Kampf gegen die fleischfressenden Bakterien. Mehrere Notoperationen brachten nichts, Symbolfoto: pixabay.com/DrRod

Rohe Austern gegessen: Jeanette LeBlanc aus Texas fährt in Richtung Louisiana an den Lake Pontchartrain um Urlaub zu machen. Mit dabei: ihre Frau Vicki Bergquist. Das Urlaubsprogramm besteht aus Krabbenfischen auf dem rund viereinhalb Meter tiefen See. Der Urlaub verläuft gut und die beiden treten ihre Heimfahrt an. Mit kurzem Stopp an einem Markt: Sie kaufen frische, rohe Austern. Rund 21 Tage später stirbt Jeanette LeBlanc!

Was war passiert? Wie die amerikanische Website "CBSNews" berichtet, hatte die 55-Jährige die rohen Austern probiert. Dabei nahm sie wohl sogenannte "Vibrio-Bakterien" zu sich.
Ihre Freundin, eine gelernte Krankenschwester, fand Jeanette zwei Tage später mit Atemnot und deutlich zu sehendem Ausschlag an den Beinen. Erste Vermutung der behandelnden Ärzte sei eine allergische Reaktion gewesen - diese revidierten sie relativ schnell. Fleischfressende Bakterien, "Vibrionen" machten sich im Körper der 55-Jährigen breit. Gegenüber der britischen "Dailymail" sagte die Frau der 55-Jährigen: "Durch die Bakterien hatte sie mehrere offene Wunden an ihren Beinen".

Im Gespräch mit dem Magazin "people.com" äußerte sich Vicki Bergquist zu besagtem Austern-Abend: Jeanette habe mehr Austern als alle anderen gegessen. Sie habe sich eine leichte Schnittwunde beim Öffnen der Meeresfrüchte zugezogen - jedoch nicht der Rede wert.

"Sie sagte uns, ihre Beine würde immer schlimmer. Es war, als ob ihre Haut absterben würde. Es sah aus, als ob irgendwas ihre Haut auffressen würde"
Nach 21 Tagen war Jeanettes Kampf beendet. Sie wurde mehrfach operiert - ohne Erfolg. Irgendwann konnte sie nicht mehr sprechen.

 


"Vibrio-Bakterien" - wie gefährlich sind die Erreger?

Diese Bakterien sind normaler Bestandteil der Flora salzhaltiger Gewässer. Sie vermehren sich bei einer Wassertemperatur von 20 Grad Celsius. Steigt die Wassertemperatur, befinden sich die Bakterien nicht mehr zwangsläufig am Meeresgrund und werden in wärmere Gefilde geschwemmt, wie beispielsweise an die deutsche Ost- oder Nordsee.

 

 

Der Mensch kann diese Bakterien entweder über Wunden auf der Haut aufnehmen oder wie bei Jeanette: über Nahrung sowie Trinkwasser.

 

 

 

 

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