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Bildung

Rekordansturm: Immer mehr Studenten an Bayerns Universitäten

Noch nie gab es an den bayrischen Hochschulen so viele Studenten wie zum neuen Semester. Die Staatsregierung fordert mehr Geld vom Bund.
Noch nie  gab es an den  bayrischen Hochschulen so viele Studenten wie  zum neuen Semester. Die Staatsregierung  fordert mehr Geld vom Bund.   Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa
 
Die Zahl der Studenten in Bayern ist auf ein Rekordhoch gestiegen. Nach Angaben des Wissenschaftsministeriums in München sind zum Beginn des Wintersemesters rund 390.000 Studenten an bayerischen Universitäten und Hochschulen eingeschrieben. Das sind rund zwei Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Erstsemesterstudenten stieg um fünf Prozent auf rund 77.000. Zwei Drittel der Studierenden besuchen eine Universität, rund ein Drittel eine Hochschule.


Segen und Herausforderung zugleich

"Für den Studienstandort Bayern ist das eine gute Situation, aber auch eine Herausforderung", sagte Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) am Mittwoch. Vor allem bei den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) gebe es noch Verbesserungsbedarf: "Bei den MINT-Fächern müssen wir weiter darauf setzen, Studierende dafür zu interessieren."

Spaenle forderte den Bund zu mehr Unterstützung auf. Vor allem in den Bereichen Hochschulbau und Digitalisierung wolle die CSU bei den anstehenden Koalitionsgesprächen in Berlin eine "massive Mitwirkung" des Bundes erreichen. Außerdem müssten die Hochschulen für angewandte Wissenschaften deutlich besser unterstützt werden. Bayern strenge sich "unglaublich" an, die Infrastruktur der Wissenschaft zu erhalten und "wo eben geboten, in Neuinvestitionen zu gehen", sagte der CSU-Politiker.
"Wir brauchen da aber auch weiterhin den Bund." Der Minister verwies auf Projekte, die den Wissenschaftsstandort Bayern in den kommenden Jahren verändern würden. Dazu gehöre unter anderem die Errichtung einer Uniklinik in Augsburg sowie der Bau einer Landesuniversität in Nürnberg. "Wir wollen im kommenden Jahr eine entsprechende Begutachtung durch den Wissenschaftsrat erreichen", sagte der Minister zum Projekt in Mittelfranken.


Auch abgelegne Regionen sollen zu Studienstätten werden

Ein weiteres großes Wissenschaftsprojekt: die Errichtung eines Hochschulcampus in Kulmbach. Dort soll eine Fakultät für Lebensmittel und Gesundheit als Teil der Universität Bayreuth entstehen. Durch eine Zusammenarbeit der medizinischen Fakultät Erlangen und der Universität Bayreuth entstehe zudem in den kommenden Jahren ein Medizincampus Oberfranken in Bayreuth.

Die Staatsregierung verfolgt seit 2014 eine Regionalisierungsstrategie, um auch in abgelegenen Regionen wissenschaftliche Forschung und Ausbildung zu verankern. Nach Angaben des Ministeriums sind so 16 neue Standorte mit knapp 2.000 Studienplätzen entstanden.
Auch in Franken belegen die bislang registrierten Einschreibungen die Attraktivität der Studienstandorte in der Region.

So waren mit Stichtag 11. Oktober in Bamberg 13.200 Studenten immatrikuliert. In Würzburg waren es 28.200. Auch in Bayreuth mit 12.500 und an der Uni Erlangen-Nürnberg mit knapp 40.000 erreichten die Studentenzahlen wieder ein sehr hohes Niveau. Seitens der Universitäten wurde auf den vorläufigen Charakter dieser Zahlen hingewiesen. Veränderungen würden sich bis Vorlesungsbeginn in der kommenden Woche sicher noch ergeben. dpa/ang
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