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Kommentar

Registrierte Waffen sind nicht die eigentliche Gefahr

Foto: Ronald Rinklef
 
von KLAUS ANGERSTEIN
Dass Jäger und Sportschützen per Gesetz dazu verdonnert werden, ihre Waffen sorgfältig aufzubewahren, ist vollkommen in Ordnung. Ihnen deswegen aber das Leben unnötig zu erschweren, ist aber auch nicht sinnvoll. Weil die Inhaber einer Waffenbesitzkarte peinlich darauf achten, den Behörden nur ja nicht unangenehm aufzufallen.

Eine Trunkenheitsfahrt bedeutet bei dieser Klientel nicht nur den vorübergehenden Verlust des Führerscheins, die Waffenbesitzkarte ist gleich mit weg. Oft genug auf Nimmerwiedersehen. Weshalb es auch in Franken mit den etwa 77.000 Inhabern einer Waffenbesitzkarte keine Probleme gibt.

Das Ärgernis sind die Besitzer illegaler Waffen. Trotz des neu geschaffenen Waffenregisters hat keine offizielle Stelle auch nur annähernd eine Ahnung davon, wie viele illegale Waffen in Umlauf sind. Insider schätzen das Verhältnis legaler zu illegalen Waffen auf 1:2. Das würde heißen, den in Franken registrierten 370.000 legalen Gewehren und Pistolen stünde die horrende Zahl von über 700.000 illegalen Waffen gegenüber. Allein in Franken.

Eine Zahl, die verdeutlicht, wo die Gefahr wirklich liegt. Die Polizei verweist darauf, dass bei den Straftaten mit Schusswaffen nur 3,4 Prozent legale Waffen zum Einsatz kommen. Da droht keine Gefahr. In 96,6 Prozent der Straftaten kommen illegale Waffen zum Einsatz. Experten haben ihre Vermutungen, wo die herkommen. Genannt werden frühere NVA-Bestände, der Balkan und die offenen Grenzen, die den Erwerb ungemein erleichterten.

Ob es vor diesem Hintergrund Sinn macht, einem registrierten Sportschützen beim Erwerb einer zweiten Waffe des gleichen Kalibers jede Menge Auflagen zu machen, darf man zumindest bezweifeln. Klar ist: Unser Waffengesetz muss bleiben. Amerikanische Verhältnisse brauchen wir nicht in Deutschland.
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