Badesee

Tipps zum Badeausflug: So vermeidest du Sonnenbrand, Zeckenbiss und Badeunfälle

Ein schöner Badeausflug kann durch einen Sonnenbrand, einen Zeckenbiss oder Badeunfall auch schnell sehr unschön werden.
Beim baden kann man sich schnell überschätzen oder die Kraft der Sonne wird unterschätzt und die Folge ist ein schmerzhafter Sonnenbrand. Diesen Gefahren können jedoch ganz einfach vorgebeugt werden. Symbolbild: Sven Hoppe/dpa
 
von DPA
Ein Badesee ist ein beliebtes Ausflugsziel in den Sommerferien. Doch die Gefahren wie die Leichtsinnigkeit beim Schwimmen, einem Sonnenbrand oder einem Zeckenbiss sollten nicht unterschätzt werden. Tipps, wie der Tag am See schön wird:


In die Sonne solltest du nie ohne Sonnencreme gehen

Am besten nimmst du den hohen Lichtschutzfaktor 50 und setzt noch einen Hut auf. "Von zu viel Sonne kann die Haut früher alt und faltig werden. Und von vielen Sonnenbränden kann man Hautkrebs bekommen", erklärt die Hautärztin Uta Schlossberger. 

Sonnenlicht besteht aus ultravioletten Strahlen und die können gefährlich für die Haut sein - und das obwohl man sie nicht mal sehen kann. "Sonnencremes können die Strahlung abfangen und sie ist dann für eine Weile nicht so gefährlich", sagt die Expertin.


Nach dem Baden sollte man sich wieder eincremen 

Aber auch mit Sonnencreme solltest du dich nur kurze Zeit in der Sonne aufhalten und sonst eher im Schatten. Wenn du zwischendurch mal ins Wasser hüpfst, musst du dich danach wieder eincremen. "Wenn man viel im Wasser tobt, geht die Sonnencreme ab", sagt Uta Schlossberger. Und auch beim Abtrocknen landet ja Sonnencreme im Handtuch. 

Viele Leute vergessen übrigens beim Eincremen die Ohren und die Fußrücken. "Dabei sind die ganz wichtig, weil die Sonne direkt von oben drauf scheint", sagt die Expertin. Du solltest übrigens nicht so sparsam mit der Creme sein - schmier dich ruhig ordentlich ein. 


Die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft warnt vor Leichtsinnigkeit an Seen

Angesichts der hochsommerlichen Temperaturen warnt die DLRG gerade auch Erwachsene vor Leichtsinnigkeit beim Schwimmen in Badeseen. "Schwimmer sollten sich nicht überschätzen, der Gefahren bewusst sein und mit ihren Kräften haushalten", sagte der Präsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft Hessen, Thorsten Reus.

Die Zahl der Badetoten sei 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent auf 36 gestiegen. Die meisten Opfer seien in Flüssen und Seen ums Leben gekommen. "Fast jeder Zweite war 50 Jahre und älter. Diesen Trend gibt es seit vielen Jahren." Drei Viertel der Ertrunkenen seien Männer. Kinder seien kaum darunter.


Bei Hitze nicht gleich in Wasser gehen

Reus warnte davor, sich bei Hitze in die Sonne zu legen und anschließend gleich ins Wasser zu gehen. "Der Körper hat bei Ausnahmetemperaturen mit sich genug zu tun", sagte der 51-Jährige. Die körperliche Belastung sei im Wasser dann "enorm", es könne zum Beispiel zu Krämpfen in den Waden kommen.

Grundsätzlich sei es ratsam, im Winter keine Schwimmpause zu machen, sondern in Bädern schwimmen zu gehen, um sich fit zu halten. "Die Muskulatur sollte trainiert werden." Das Schwimmen draußen sei im Sommer gefährlicher, "wenn ich da nichts gewohnt bin". Alkohol mache alles noch schlimmer. Grundsätzlich sollte man im Freien nur baden, wenn der Bereich überwacht wird. Die DLRG habe in Hessen 90 Wasserrettungsstationen. In einem Hallen- oder Freibad ertrinke kaum jemand.

Tipps zum richtigen Verhalten, wenn jemand ertrinkt können sie hier nachlesen.


Ein oft unterschätztes Risiko: Die Zecke

Im Gepäck hat das kleine Spinnentier zahlreiche Krankheitserreger und kann beispielsweise FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) oder Borreliose übertragen.
Das Risiko eines Zeckenstichs besteht prinzipiell im gesamten Bundesgebiet. Das Risiko, sich mit FSME zu infizieren, ist besonders in Süd- und Ostdeutschland hoch, so auch in den beliebten Urlaubsregionen in Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen.


Wie man sich vor einem Zeckenbiss schützen kann:

Am besten ist natürlich, sich gar nicht erst stechen zu lassen. Das Tragen von heller, langer und geschlossener Kleidung sowie das Auftragen von insektenabweisenden Mitteln, kann gegen einen Zeckenbefall helfen. Darüber hinaus sollte man sich nach jedem Aufenthalt im Freien den Körper gründlich nach Zecken absuchen. Eine frühe Entfernung der Zecke schützt jedoch nicht vor einer Infektion mit FSME, da die Viren bereits wenige Minuten nach dem Stich an den Menschen übertragen werden können. Den zuverlässigsten Schutz vor einer Infektion mit FSME bietet eine Impfung, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen wird.

Den drei Gefahren kann ganz einfach vorgebeugt werden und so schlimme Folgen wie Hautkrebs oder eine Krankheit verhindert werden.

Mehr Informationen über das Thema Zecken finden Sie hier
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