Sexualität

Studie zum Orgasmus: So kommen Frauen beim Sex zum Höhepunkt

Der weibliche Orgasmus beschäftigt die Wissenschaft schon länger. Eine US-Studie hat interessante Details zur Sexualität der Frau gewonnen.
Lesbische Frauen haben deutlich häufiger einen Orgasmus als heterosexuelle Frauen. Das ergab eine US-Studie. Foto: pixabay.com
 
von JOHANNES GÖRZ DANIELA DEEG
Der weibliche Höhepunkt ist gerade für viele Männer ein Mysterium, so die landläufige Meinung. Nun wird diese Annahme wissenschaftlich gestützt:

Denn eine US-Studie, die in der Zeitschrift "Archive of Sexual Behavior"veröffentlicht wurde, zeigt: Frauen, die mit Frauen schlafen, haben häufiger einen Orgasmus als ihre heterosexuellen Geschlechtsgenossinnen.


Sex und Orgasmus: Wissen Frauen einfach besser als Frauen wollen?

Befragt wurden etwa 24.000 Frauen nach sexuellen Erfahrungen während des vergangenen Monats. So hätten laut der Studie etwa 86 Prozent der lesbischen Frauen einen Orgasmus erlebt, jedoch nur 65 Prozent der heterosexuellen Frauen. Bisexuelle Frauen lagen bei 66 Prozent.

Auch Männer wurden im Zuge der Studie befragt (rund 28.000 Männer), hier gaben heterosexuelle Männer zu 95 Prozent an, einen Höhepunkt erlebt zu haben, gefolgt von homosexuellen Männern mit 89 Prozent und bisexuellen Männern mit 88 Prozent.


Orgasmus hat viel mit Kommunikation zu tun

Außerdem ergab die Studie, dass Frauen, die häufiger einen Orgasmus haben, dazu neigten, oral befriedigt zu werden, länger Sex hatten oder glücklicher in ihrer Beziehung waren.

Auch war auffällig, dass Frauen, die deutlich aussprechen, was sie möchten, häufiger zum Höhepunkt kommen. Experimentierfreude und Freude an Neuem waren ebenfalls Merkmale, die Frauen mit häufigerem Orgasmus vereinten. Studienteilnehmerinnen, die nur vaginalen Geschlechtsverkehr praktizieren, kamen seltener zum Orgasmus.

Was man daraus schließen kann? Wohl zunächst, dass es sich lohnt zu Hause mehr über Sex zu reden und auszuprobieren. Und zweitens auch, dass Frauen nicht per se seltener zum Höhepunkt kommen oder sich schwerer damit tun als Männer, sondern dass der weibliche Orgasmus womöglich im soziokulturellen Zusammenspiel mit dem männlichen Geschlecht zu einem Problem gemacht wurde.

zum Thema "Gesundheit"

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