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Pokémon Go für Anfänger: Anleitung und Tipps für Einsteiger

Seit dem offiziellen Start von Pokémon Go in Deutschland ist die App auf fast jedem Smartphone zu finden. Hier gibt es eine Spielanleitung.
Die Pokémon lassen sich mit einem Pokéball einfangen. Manchmal muss man die Taschenmonster sehr genau treffen, um sie einzufangen. Foto: epa
 
von ANNIKA SEIDEL JOHANNES GÖRZ
Die Spiele-App "Pokémon Go" ist in Deutschland für Android und iOS zum kostenlosen Download in den Appstores verfügbar. Das Smartphone-Spiel hat in kürzester Zeit einen großen Hype ausgelöst. Pokémon Go geizt anfangs mit Erklärungen - man muss selbst herausfinden, wie einzelne Spielmechanismen funktionieren. Deshalb haben wir eine Anleitung für Einsteiger.


Pokémon Go: Um was geht es in dem Spiel?

Wie beim klassischen Pokémon-Spiel ist auch bei der App das Motto "Gotta catch 'em all": Das Ziel ist es, so viele Monster wie möglich einzusammeln. In "Pokémon Go" gibt es derzeit 151 Pokémon, von denen manche selten sind, andere wiederum häufig vorkommen. Beim Einfangen der kleinen Monster gibt es Erfahrungspunkte (EP), die das Aufsteigen in höhere Trainerlevel ermöglichen.

Ab Level fünf ist es zudem möglich, Arenen einzunehmen. Das sind oft größere Gebäude oder Sehenswürdigkeiten in einer Stadt. Um diese zu erobern, muss man mit seinen Pokémon kämpfen. Außerdem kann man sich ab diesem Level für eines von drei Teams entscheiden. Rot ist Team Wagemut, blau Team Weisheit und gelb Team Intuition. Wählt man dasselbe Team wie seine Freunde, ist es möglich, gemeinsam zu kämpfen. Über das Sammeln von Pokémon hinaus geht es also darum, immer stärker zu werden und viele Arenen zu besetzen.


Pokémon Go: Wo finde ich Pokémon?

In der unteren rechten Ecke der Kartenansicht wird angezeigt, welche Pokémon sich in der Nähe befinden. Sind diese nah genug, vibriert das Handy und die Monster lassen sich antippen. Anschließend öffnet sich die Kamera und das Pokémon wird in die reale Welt projiziert. Dann müssen sie mithilfe eines Pokéballs gefangen werden. Das ist manchmal gar nicht so leicht: Oft muss der Ball das Pokémon ganz genau treffen oder die Monster weichen sogar aus. Starke Pokémon brechen auch mal aus ihren Bällen aus oder verschwinden komplett.


Pokémon Go: Welche Gefahren birgt die App?

Wenn man loslegt, sollte man als Einsteiger - und natürlich auch als Profi - darauf achten, nicht zu sehr in Pokémon Go zu versinken. Beim Laufen also auf den Weg achten! So kann man verhindern, dass entweder Unfälle passieren oder man sich in Gefahr begibt. Pokémon-Spieler in Hannover sind beim Spielen der Augmented-Reality-App in ein militärisches Sperrgebiet geraten. Weil sie nur auf das Display ihrer Smartphones gestarrt haben, sind ihnen weder Schranken noch rote Fahnen aufgefallen. Wenn die Kugeln fliegen, ist man also definitiv falsch! Auch vor Räubern sollte man sich in Acht nehmen: Übeltäter haben schon mehrfach ausgenutzt, dass Spieler auf Monsterjagd so in Pokémon Go vertieft waren, dass sie nahende Räuber nicht bemerkt haben.

Ein weiterer Tipp für Einsteiger und Profis: Bitte nicht beim Autofahren spielen! Wird man beim Spielen während des Autofahrens erwischt, drohen 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Besonders bitter: Auch der Schutz einer Vollkaskoversicherung geht unter Umständen verloren, wenn man Pokémon Go beim Fahren nicht lassen kann. Ach ja: Radfahrer sollten auch die Finger vom Smartphone lassen - sie müssen 25 Euro Strafe zahlen.


Pokémon Go: Worin unterscheiden sich Pokémon?

Zunächst unterscheiden sich die Taschenmonster in ihrer Stärke. Dabei gilt das einfache Prinzip: Je größer das Pokémon, desto stärker ist es. Jedes Monster hat von Grund auf eine gewissen Anzahl von Wettkampfpunkten (WP), die man durch Bonbons und Sternenstaub erhöhen kann. Ebenso erhöhen sich die WP bei Kämpfen um Arenen. Mit höherem Trainerlevel stößt man zudem vermehrt auf stärkere Pokémon. Schwache Pokémon oder diejenigen, die man doppelt hat, lassen sich an den Professor verschicken, wofür es Bonbons gibt. Mit diesen kann man seine starken Pokémon weiter aufwerten.

Die Pokémon unterscheiden sich nicht nur in ihrer Stärke voneinander. Es gibt viele verschiedene Arten, wie
Wasser-Pokémon, die sich in der Nähe von Flüssen und Seen aufhalten oder Pflanzen-Pokémon, die vermehrt in Wäldern und Parks anzutreffen sind. Sogar Geist-Pokémon gibt es, diese findet man auf Friedhöfen. Bei Arenakämpfen gilt das Schere-Stein-Papier-Prinzip: Wasser-Pokémon schlagen Feuer-Pokémon leichter, Flug-Pokémon haben Vorteile gegen Boden-Pokémon.



Pokémon GO: Was sind Pokéstops?

Pokéstops befinden sich an Orten von Interesse, etwa Kunstwerken oder Restaurants und sind auf der Kartenansicht durch blaue Quadraten gekennzeichnet. Dort bekomm man Items wie Pokébälle und Eier, in höheren Leveln auch Tränke, Beeren und andere wichtige Hilfsmittel. Hat man einen Stop leer geräumt, wird dieser für etwa fünf bis zehn Minuten gesperrt, ehe er sich wieder füllt. Generell befinden sich in der Innenstadt mehr Pokéstops als außerhalb der Stadt.



Pokémon Go: Wie viel kostet die App?

Die Spiele-App selbst ist kostenlos, aber es ist möglich, sich Gegenstände innerhalb der App für echtes Geld zu kaufen, zum Beispiel mehr Pokébälle oder Rauch, um Pokémon anzulocken. Die Gegenstände kauft man zwar für Spielmünzen, die Münzen selbst aber kann man für echtes Geld kaufen. 100 Münzen kosten etwa einen Euro, wofür man 20 Pokébälle bekommt.

Im Internet, vor allem auf Facebook, kursieren Gerüchte, nach denen die App ab August kostenpflichtig wird. Rund 13 Euro müsse man bald berappen, das Geld werde automatisch abgezogen. Das ist eine Falschmeldung, die bewusst gestreut wurde. Keine Sorge: Pokémon Go lässt sich völlig kostenlos spielen.


Pokémon Go: Wie brütet ich Eier aus?

Eier sind an Pokéstops erhältlich. Sie lassen sich mithilfe einer Eibrutmaschine entwickeln, die von Anfang an im Inventar ist. Legt man die Brutmaschine darauf, entwickelt sich das Ei mit jedem gelaufenen Kilometer. Bei Fahrten mit dem Auto oder der Bahn werden die Kilometer nicht berechnet, jedoch beim langsamen Fahrradfahren. Dabei gibt es Zwei-, Fünf- oder Zehnkilometer-Eier, die dazu dienen, verschiedene und vor allem seltene Arten von Pokémon zu züchten.

Weitere Eibrutmaschinen lassen sich im Shop kaufen, halten aber nur drei Brutvorgänge aus. Mit Glück erhält man sie auch an Pokéstops. Ist man zu müde oder schlicht zu faul, um viel zu laufen, kann man Eier auch zuhause ausbrüten. Das Smartphone einfach auf den Plattenspieler legen und schon kommen die Kilometer von selbst zusammen.



Pokémon Go: Wie kämpfe ich in der Arena?

Hat man genug Pokémon gesammelt und sind diese stark genug, kann man sie in den Kampf um Arenen schicken. Beim Besuch einer Arena des gegnerischen Teams zeigt sich das Prestige-Level der Arena. Je höher dieses ist, desto mehr Monster können dort untergebracht werden. Außerdem werden alle Verteidiger-Pokémon angezeigt. Um eine Arena einnehmen zu können, muss man gegen jedes einzelne Monster antreten. Auch in Arenen des eigenen Teams kann gekämpft werden, dabei handelt es sich aber nur um ein Training.

Jedes Pokémon verfügt über einen Basisangriff und eine Spezialattacke. Letztere muss erst aufgeladen werden und wird dann durch längeres Antippen des Bildschirms ausgelöst. Durch Wischbewegungen nach links und rechts weicht man gegnerischen Angriffen aus. Verletzt sich das Pokémon beim Kampf, sinken seine Kraftpunkte (KP). Die Verletzungen lassen sich mit Tränken heilen. Die Kraftpunkte sind nach den Wettkampspunkten die wichtigsten, denn sie zeigen die maximale Lebensenergie des Pokémons an. Beim Weiterentwickeln der Pokémon mit Bonbons oder Sternenstaub steigen die KP automatisch.


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