Gut zu wissen

Ernährung: Müssen Eier in den Kühlschrank?

Bei falscher Lagerung entstehen in Eiern schell Salmonellen. Doch wie sollte man Eier am besten Aufbewahren?
Symbolbild: Pixabay.de
 
von MELINA MÜNCHOW
Bei dieser Frage streiten sich die Geister. Die einen lagern Hühnereier so wie der Supermarkt auch - ungekühlt im Regal - die anderen essen kein Ei, wenn es nicht durchgängig gekühlt wurde. Doch wie ist es denn jetzt richtig? Müssen Eier in den Kühlschrank oder können sie auch im Regal aufbewahrt werden?

Wie Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung erklärt, sollten Eier immer im Kühlschrank gelagert werden. Die Haltbarkeit von rohen Eiern richtet sich nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum bei ausreichender Kühlung und beträgt maximal 28 Tage nach dem Legen. Grund dafür sind Salmonellen, die sich bei Zimmertemperatur explosionsartig vermehren können. Schlimme Durchfallerkrankungen mit Fieber können die Folge sein. Bei einer Temperatur unter sechs Grad Celsius hingegen, vermehren sich die Salmonellen kaum.
 


Tipps zum Umgang mit Eiern

Während die Mindesthaltbarkeit von rohen, gekühlten Eiern maximal 28 Tage beträgt, sollten Speisen mit rohen Eiern maximal einen Tag und rohes Eigelb oder Eiklar maximal zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Hart gekochte Eier können noch nach zwei bis vier Wochen gegessen werden, solange auch diese im Kühlschrank gelagert wurden.

Für Speisen, die rohe Eier enthalten wie Mayonnaise, Zabaione oder Tiramisu, nur frische Eier verwenden und bis zum Verzehr, aber maximal 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Frühstückseier sollten mindestens fünf Minuten in brodelndem Wasser gekocht werden. Isabelle Keller rät dazu, Rühreier immer gut durchzubraten und Spiegeleier am besten beidseitig anzubraten, um die Salmonellengefahr senken. Sobald das mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen oder die Schale der Eier beschädigt ist, sollten die Eier nur noch für Speisen verwendet werden, die durcherhitzt werden.

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