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Kindergeld

Kindergeld: So bekommen Eltern die Leistung für erwachsene Kinder

Eltern bekommen für Kinder unter 18 Jahren Kindergeld. Es gibt mehrere Möglichkeiten, auch für erwachsene Kinder die Familienleistung zu erhalten.
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Eltern bekommen für Kinder unter 18 Jahren Kindergeld. Es gibt mehrere Möglichkeiten, auch für erwachsene Kinder die Familienleistung zu erhalten. Foto: pixabay
Eltern bekommen für Kinder unter 18 Jahren Kindergeld. Es gibt mehrere Möglichkeiten, auch für erwachsene Kinder die Familienleistung zu erhalten. Foto: pixabay
Ist der Nachwuchs volljährig, können Eltern weiterhin Kindergeldbeziehen - bis zum 25. Geburtstag. Um die Leistung weiter zu bekommen, muss der Nachwuchs entweder in einer Erstausbildung sein oder einen Freiwilligendienst machen.


Wer erhält das Kindergeld für das erwachsene Kind?

Nur ein Elternteil kann das Kindergeld erhalten. Gemeinsam lebende Eltern können sich frei entscheiden, wer die Leistung bezieht. Sind die Eltern getrennt, bekommt der Elternteil das Kindergeld, der dem Kind den höheren Unterhalt zahlt.
Mein Kind ist arbeitslos - bekomme ich Kindergeld?

Für Kinder unter 21 Jahren, die sich arbeitssuchend gemeldet haben, können Eltern Kindergeld beantragen. Auch für Übergangszeiten zwischen Schule und Studium kann ebenfalls ein Anspruch bestehen, wenn diese vier Monate nicht überschreiten.



Besteht während des Wehrdienstes Kindergeldanspruch?

Während der Grundausbildung bei der Bundeswehr und der anschließenden Dienstpostenausbildung zahlt die Familienkasse Kindergeld an die Eltern aus. Leistet der Nachwuchs den Bundesfreiwilligendienst, besteht ebenfalls Anspruch auf die Familienleistung.
Mein Kind macht eine zweite Ausbildung - bekomme ich die Leistung?

Während einer Zweitausbildung haben Eltern nur unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Kindergeld. Der Nachwuchs darf nur eine zum Ausbildungsverhältnis zugehörige Erwerbstätigkeit ausführen. Diese darf außerdem 20 Stunden pro Woche nicht übersteigen oder muss eine geringfügige Beschäftigung sein.


Gilt ein Masterstudiengang als Zweitausbildung?

"Auch der Masterstudiengang kann noch zur Erstausbildung gehören, wenn ihn der Studierende etwa im selben fachlichen Bereich absolviert", erklärt Wolfgang Schwackenberg, Vorsitzender des Familienrechtsausschusses des Deutschen Anwaltvereins. Den Master sollte er direkt nach der Bachelorprüfung beginnen. Liegen dazwischen mehrere Jahre Berufstätigkeit, kann er als Zweitausbildung gelten.

Mein Kind hat eine Ausbildung abgeschlossen und studiert - bekomme ich Kindergeld?

Ist die Ausbildung Voraussetzung für das Studium und das Studium qualifiziert den Jugendlichen für einen bestimmten Beruf, besteht Anspruch auf Kindergeld. Ansonsten gilt das Studium als Zweitausbildung. "Die Ausbildung muss von Beginn an einheitlich sein, und die einzelnen Akte müssen sachlich und inhaltlich zusammenpassen", erklärt Schwackenberg.

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