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Kälteeinbruch: Jetzt ist richtiges Heizen wichtig

Wer ein paar Tipps beachtet, kann sparen ohne zu frieren - auch bei steigenden Ölpreisen.
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Foto: Ole Spata, dpa
Foto: Ole Spata, dpa
Es sollen die kältesten Nächte des bisherigen Winters werden. Zum Wochenende dringt laut den Vorhersagen der Meteorologen skandinavische Kaltluft zu uns vor. Schon in der Nacht zum Donnerstag werden demnach die Temperaturen spürbar sinken.


Kurzes Intermezzo

Bei genauerem Betrachten der Prognosen wird deutlich, dass es ganz so schlimm wie von einigen befürchtet wohl auch nicht kommt. Werte um minus 20 Grad gibt es höchstens am Alpenrand. In Franken liegen die Tiefstwerte voraussichtlich um zehn Grad höher. Nachts minus 10 bis minus 15 Grad, am Tag freundliches und kaltes Hochdruckwetter um die minus 5 Grad. Ein ganz normales Winterwetter eben. Und zu Beginn der nächsten Woche ist das Kälte-Intermezzo dann schon wieder vorbei. "Nachfolgend setzen sich allmählich wieder mildere Atlantikluftmassen durch, und die Temperaturen steigen an", meldet Wetterexperte Stefan Ochs, bekannt unter dem Namen Wetterochs, für das Einzugsgebiet der Regnitz.

Bis es soweit ist, muss die Heizung ran. Wer in den nächsten Tagen richtig heizt, kann dabei sparen ohne zu frieren.


Heizung nicht zu niedrig drehen

Jedes Grad weniger spart rund sechs Prozent Heizenergie. Übertreiben sollte man es jedoch nicht. Wer zu wenig heizt, nur um zu sparen, tut sich keinen Gefallen. Sinkt die Temperatur unter zwölf Grad, dauert es viel zu lange, um die Räume wieder aufzuheizen. In ausgekühlten Wohnungen droht zudem Schimmelbefall, wenn Feuchtigkeit an den kalten Wänden kondensiert. Besser ist es, die Temperatur nachts gezielt um einige Grad abzusenken. Am besten geht das mit programmierbaren Thermostaten. Sie kosten im Handel um die 30 Euro.


Türen zu kalten Räumen schließen

Wer selektiv heizt, also nur die Räume erwärmt, in denen sich die Bewohner hauptsächlich aufhalten, sollte darauf achten, dass die Türen zwischen warmen und kalten Räumen stets geschlossen bleiben. Wer das missachtet, riskiert Schimmelbildung in den kalten Zimmern. Der Grund: Warme Luft ist viel feuchter als kalte. In den kalten Zimmern kondensiert diese Feuchtigkeit dann.


Luftfeuchtigkeit: mehr als 60 Prozent sind zu viel

Überhaupt ist die richtige Luftfeuchtigkeit im Winter entscheidend. Liegt sie zu hoch, droht Schimmelbefall. Ist die Luft zu trocken, reizt sie die Atemwege. Optimal sei eine Luftfeuchtigkeit von etwa 50 Prozent, sagen Experten. Ab 60 Prozent sollte man auf jeden Fall handeln. Einfachstes und gleichzeitig wirksamstes Mittel ist richtiges Lüften. Statt Fenster zu kippen, ist Stoßlüften wirkungsvoll. Wer mehrmals am Tag die Fenster für eine kurze Zeit ganz öffnet, vermeidet, dass die Räume auskühlen. Besonders effektiv ist es dabei, wenn ein leichter Durchzug erzeugt wird. Nicht vergessen: Für die Dauer des Lüftens die Heizung ausschalten!

Während die Temperaturen fallen, steigt derzeit etwas anderes: die Verbraucherpreise. Volkswirte rechnen damit, dass die Inflation heuer Fahrt aufnimmt. Vor allem die Kosten für Heizöl sind gestiegen.
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