Stuttgart
Ermittlungen

Rapperin Schwesta Ewa von SEK nackt aus Bett geholt und festgenommen

Wer Bilder von Waffen ins Internet stellt, muss mit der Aufmerksamkeit der Polizei rechnen. Das hat nun auch die Rapperin Schwester Ewa erfahren müssen.
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Wer Bilder von Waffen ins Internet stellt, muss mit der Aufmerksamkeit der Polizei rechnen. Das hat nun  auch die Rapperin Schwester Ewa erfahren müssen. Foto: Arne Dedert/dpa
Wer Bilder von Waffen ins Internet stellt, muss mit der Aufmerksamkeit der Polizei rechnen. Das hat nun auch die Rapperin Schwester Ewa erfahren müssen. Foto: Arne Dedert/dpa
Weil sie Fotos von Waffen bei Instagram veröffentlicht hat, ist eine 33-Jährige in Stuttgart vorläufig festgenommen worden. Bei der Frau soll es sich um die Frankfurter Rapperin Schwesta Ewa handeln, wie mehrere Medien am Wochenende berichteten. Die Rapperin hatte sich zu dem Vorfall demnach in einer sogenannten Instagram Story geäußert.

Die 33-Jährige soll zwei Fotos von Waffen und Patronen ins Internet gestellt haben. Nach Angaben der Polizei hatte sie die Bilder bei Instagram eingestellt. Die Ermittler kamen ihr in einem Hotel in der Innenstadt auf die Spur, in dem die Frau demnach zusammen mit einer Bekannten war. Einsatzkräfte umstellten das Gebäude und Beamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) nahmen die Frau vorläufig fest. In ihrem Zimmer wurden aber keine Waffen gefunden.

Mehreren Medien zufolge äußerte sich Rapperin Schwester Ewa dazu wie folgt in einem Video bei Instagram: "Leute, ihr habt keine Ahnung. Ich wurde gerade mit der SEK aus dem Hotel geholt - aus dem Schlaf, nackt!" Am Sonntag war das Video auf der Plattform aber nicht mehr abrufbar. Doch auch am Sonntagmorgen nahm die Rapperin in einer Story erneut Bezug auf den Vorfall.

Mit Instagram Stories können Nutzer Fotos und Videos zu einer digitalen Bilderstrecke zusammenstellen, die 24 Stunden sichtbar bleibt. Bei Schwester Ewa war das Video am Sonntag nicht mehr abrufbar. Die Rapperin präsentiert sich im Netz immer wieder mit Waffen. Auf ihrer Internetseite etwa hält die 33-Jährige auf verschiedenen Fotos eine Pistole in der Hand.

Die Waffen-Fotos hatte die in Stuttgart vorläufig Festgenommene der Polizei zufolge nach eigenen Angaben aus dem Internet kopiert. Ob es sich bei der Frau tatsächlich um Schwesta Ewa handelt, bestätigte die Polizei mit Verweis auf Persönlichkeitsrechte nicht. Ebenso bedeckt hielten sich die Beamten mit Details zu möglichen Ermittlungen oder Hinweisen, die Polizisten zum Istagram-Foto geführt hatten.

Zum Motiv für den verhängnisvollen Post gab es einem Sprecher zufolge zunächst keine Erkenntnisse. Es werde geprüft, ob die Frau unter Drogen stand. Die Kosten des Einsatzes könnten ihr möglicherweise in Rechnung gestellt werden.
Schwesta Ewa war im vergangenen Juni in Frankfurt unter anderem wegen 35-facher Körperverletzung, Steuerhinterziehung und sexueller Verführung Minderjähriger zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Dagegen hatten sowohl sie als auch die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt. Derzeit ist die Rapperin auf freiem Fuß.
dpa lan yysw z2 sow mba
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