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Tierquälerei

Prozess: Igelquäler attackieren Tierschützer

Sie wollen einen Igel vor dem Tod retten, werden aber brutal attackiert. Zwei Männer müssen sich deswegen nun vor dem Landgericht München verantworten.
Die Männer sollen einen Igel über sie Straße gerollt haben. Symbolbild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
 
von DPA
In einem Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung haben zwei mutmaßliche Igelquäler zu den Vorwürfen geschwiegen. Vor dem Landgericht München II machten sie am Donnerstag lediglich Angaben zu ihren Lebensläufen.

Die 25 und 30 Jahre alten Männer aus Puchheim im Landkreis Fürstenfeldbruck sollen einen zusammengekauerten Igel über eine Straße gerollt haben. Als ein Mann sie aufforderte, das Tier in Ruhe zu lassen, soll der 30-Jährige auf ihn eingeschlagen und ihm ein Messer in die Schulter gerammt haben. Als ein zweiter Passant dem Opfer helfen wollte, hätten ihn die beiden Angeklagten niedergeschlagen und mit Füßen getreten.


Staatsanwältin fordert drei bis vier Jahre Haft

Zu Beginn des Prozesses sorgte der Verteidiger des 25 Jahre alten Mannes für Verzögerungen. Er wollte wissen, ob es sich bei den Schöffen um Tierschützer handelt. Denn dies könne dann die Verhandlung beeinflussen. Das Gericht wies den Antrag ab.

Anschließend versuchten die Anwälte und die Staatsanwaltschaft erfolglos, bei einem Rechtsgespräch hinter verschlossenen Türen eine Einigung über ein Strafmaß zu erreichen. Die Verteidiger wollten dabei eine Bewährungsstrafe für die Angeklagten vereinbaren. Die Staatsanwältin stellte sich hingegen eine Strafe von etwa drei und vier Jahren Gefängnis für die zwei Angeklagten vor. Für den Prozess sind vier weitere Verhandlungstage vorgesehen.

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