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Bau von größtem optischen Teleskop beschlossen

Die Europäische Südsternwarte (Eso) hat den Bau des größten optischen Teleskops der Welt beschlossen. Zehn Mitgliedsländer stimmten bei einer Sitzung des Eso-Rates in Garching bei München für das rund eine Milliarde Euro teure Projekt, wie Eso-Sprecher Lars Lindberg Christensen sagte.
Eine Grafik zeigt, wie das größte optische Teleskop der Welt - das sogenannte E-ELT (European Extremely Large Telescope) - einmal aussehen soll. Foto: ESO/H.Zodet
 

Vier Mitglieder müssen sich allerdings noch das endgültige Okay in ihren Heimatländern holen, was jedoch als sicher gilt. «Das ist ein Meilenstein für das Projekt», sagte Lindberg Christensen. Vom Anfang des nächsten Jahrzehnts an soll das E-ELT unter anderem erdähnliche Planeten erspähen, auf denen sich Leben bilden könnte.

Innerhalb eines Jahres soll nun mit Arbeiten für das European Extremely Large Telescope (E-ELT) in Chile begonnen werden. Bis dahin muss auch der Großteil der Finanzierung gesichert sein. Zunächst ist nur das Geld für vorbereitende Bauarbeiten am zukünftigen Standort des Teleskops freigegeben - bis die 14 Mitgliedsländer zusammen mindestens 90 Prozent der rund 1,1 Milliarden Euro Fertigstellungskosten bewilligt haben. Als wichtig für die Finanzierung gilt auch der endgültige Beitritt Brasiliens zur Eso (European Southern Observatory).

Das E-ELT, dessen Hauptspiegel einen Durchmesser von rund 40 Metern hat, soll auf dem Berg Cerro Armazones in der nordchilenischen Region Antofagasta stehen - etwa 20 Kilometer vom bereits bestehenden Eso-Observatorium Paranal entfernt. Das Teleskop wird sowohl im sichtbaren als auch im infraroten Bereich arbeiten. Die Atacama-Wüste ist aufgrund der Trockenheit und Dunkelheit besonders gut für die Sternenbeobachtung geeignet. Daher steht dort bereits das Very Large Telescope (VLT) der Eso. Für das E-ELT muss nun als erstes eine Straße auf den 3060 Meter hohen Berg gebaut werden. Die ersten Baumaßnahmen werden voraussichtlich in diesem Jahr beginnen.

Erste Aufträge wurden bereits vergeben - so wurde ein Vertrag über eine detaillierte Designstudie für den komplexen adaptiven Spiegel des Teleskops abgeschlossen.

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