München
Fipronil

Lebensmittel-Skandal weitet sich aus: Belastete Eier auch in Bayern

Am Mittwochabend wurde bekannt, dass mit dem Gift Fipronil belastete Eier wohl auch nach Bayern geliefert wurde. Auf was Verbraucher jetzt achten müssen.
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Am Mittwochabend wurde bekannt, dass mit dem Gift Fipronil belastete Eier wohl auch nach Bayern geliefert wurde. Auf was Verbraucher jetzt achten müssen. Foto: Carmen Jaspersen/dpa
Am Mittwochabend wurde bekannt, dass mit dem Gift Fipronil belastete Eier wohl auch nach Bayern geliefert wurde. Auf was Verbraucher jetzt achten müssen. Foto: Carmen Jaspersen/dpa
Mit dem Insektizid Fipronil verseuchte Eier aus den Niederlanden sind möglicherweise auch nach Bayern geliefert worden. "Das Land Brandenburg hat heute Nachmittag darüber informiert, dass in Bezug auf mit Fipronil belastete Eier auch Lieferwege nach Bayern bestehen", teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Mittwochabend mit.

Am Dienstag hatte es noch geheißen, Bayern sei nicht betroffen. Am Mittwochabend übermittelte das LGL dann Daten zu möglicherweise kontaminierten Eiern. "Nach heutigem Erkenntnisstand handelt es sich um Eier mit den folgenden Printnummern: 1-NL-4331901, 1-NL-4035701, 1-NL-4339912, 1-NL-4339301. Diese Eier sollten vorsorglich nicht konsumiert werden."
Ein LGL-Sprecher sagte, es werde weiter intensiv ermittelt. Noch könne man aber nicht sagen, in welchem Ausmaß und in welchen Mengen möglicherweise betroffene Eier in den Handel in Bayern gelangt sind. In der Mitteilung des Amtes heißt es unter Bezug auf eine Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung: "Es ist bei einem normalen Verzehr somit nicht von einem gesundheitlichen Risiko auszugehen."


Wie gefährlich ist Fipronil?

Das Insektizid Fipronil wird zur Bekämpfung von Flöhen, Läusen, Schaben, Zecken und Milben eingesetzt. Es kann in hoher Dosis Schäden an Leber, Schilddrüse oder Niere verursachen. In der vergangenen Woche war das Insektizid in den Eiern von Geflügelbetrieben gefunden worden. Inzwischen sind möglicherweise belastete Eier in mehreren Bundesländern aufgetaucht.

Der Lebensmittelhändler Rewe und seine Discounttochter Penny kündigten an, Eier aus den Niederlanden vorsorglich aus dem Verkauf zu nehmen. Kunden, die bereits Eier mit der Kennzeichnung NL gekauft haben, können diese zurückgeben und bekommen den Verkaufspreis erstattet, erklärte das Unternehmen.
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