München
Lebensmittelverseuchung

Läusebekämpfungsmittel im Ei: Gibt es Fälle in Bayern?

In den Niederlanden wurden Eier mit dem Insektizid Fipronil verseucht. In Nordrhein-Westfalen wurde bereits eine Rückrufaktion gestartet.
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Symbolbild von Armin Weigel/dpa.
Symbolbild von Armin Weigel/dpa.
Mit dem Insektizid Fipronil verseuchte Eier aus den Niederlanden sind in Bayern nicht in den Handel gekommen. "Bayern ist nicht betroffen", sagte ein Sprecher des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Dienstag.

Die niederländischen Behörden hatten Millionen mit einem Insektizid verseuchte Eier aus Supermärkten zurückrufen lassen. Der Verzehr der Eier könne gesundheitsschädlich sein, hieß es.

Eine Rückrufaktion gab es auch in Nordrhein-Westfalen. Dort waren laut Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium etwa 2,9 Millionen Eier aus den betroffenen Beständen geliefert worden. Davon sollen etwa
875.000 in den Handel gelangt sein.


Mittel auch für Menschen schädlich?

Das Insektizid Fipronil wird zur Bekämpfung von Flöhen, Läusen, Schaben, Zecken und Milben eingesetzt. Es kann in hoher Dosis Schäden an Leber, Schilddrüse oder Niere verursachen.

In der vergangenen Woche war das Insektizid in den Eiern von zunächst sieben Geflügelbetrieben gefunden worden. Ein Unternehmen hatte es benutzt, um Läuse auf den Höfen zu bekämpfen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Auch ohne Schädlingsbekämpfungsmittel im Ei sollten Verbraucher derzeit wachsam sein: Bei Hitze werden Lebensmittel schneller schlecht, verderbliche Waren sollten deshalb nach dem Einkauf rasch in den Kühlschrank.
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