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Krawalle

Krawalle und sexuelle Übergriffe - Volksfest in Schorndorf eskaliert - Mehr Polizei

Das Ausmaß der Gewalt bei einem Volksfest in Schorndorf sei erschreckend gewesen, sagt die Polizei. Die Polizei will ihre Präsenz erhöhen.
Das Ausmaß der Gewalt sei erschreckend gewesen, sagt die Polizei. Die Lage bei einem Volksfest bei Stuttgart ist am Wochenende außer Kontrolle geraten. Foto: Deniz Calagan/dpa
 
Mehrere Fälle sexueller Belästigung, schwere Krawalle in der Nacht - am Wochenende ist die Lage bei einem Straßenfest in Schorndorf (Landkreis Rems-Murr) eskaliert. Die Polizei hatte Mühe die Lage unter Kontrolle zu bekommen und musste Verstärkung rufen. Der Vorkommnisse in der 40.000 -Einwohner-Stadt in Baden Württemberg haben deutschlandweites Aufsehen erregt. "Die Gewalt gegenüber den Beamten war erschreckend", sagte ein Polizeisprecher am Montag über die Vorfälle am Wochenende.

Laut Polizei hatten sich in der Nacht auf Sonntag rund 1000 Jugendliche und junge Erwachsene im Schlosspark in Schorndorf versammelt. Laut Bericht des SWR sollen darunter viele Abiturienten und Realschüler gewesen sein, später seien dann Menschen mit Migrationshintergrund hinzugekommen.
Die Probleme hätten jedoch weniger mit dieser Gruppe zu tun, erklärte der Oberbürgermeister der Stadt, Matthias Klopfer (SPD), am Montag dem SWR. "Es war wie immer: Viele, viele Abiturienten und Realschüler haben bei uns im Schlosspark gefeiert. Und dann kam es nach Mitternacht zur Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen." Erst später seien auch mehrere Menschen mit Migrationshintergrund oder Asylbewerber hinzugekommen - das sei aber nicht der Großteil gewesen.

Wie die Polizei mitteilt, kam es von Seiten einiger Besucher immer wieder zu Flaschenwürfen - einerseits gegen andere Festteilnehmer und gegen die Fassade des Schorndorfer Schloss, anderseits auch gegen die Einsatzkräfte vor Ort.


Polizisten bei Festnahme angegriffen

Als ein Tatverdächtiger einer gefährlichen Körperverletzung festgenommen wurde, widersetzte sich dieser der Festnahme. In der Folge solidarisierten sich zahlreiche Personen mit dem Festgenommenen. Eine Vielzahl von Polizeibeamten mussten in Schutzausstattung die Festnahme abschirmen, um einen Angriff zu verhindern. Als sich die Einsatzkräfte zurückzogen, wurden sie erneut mit Flaschen beworfen.

Weiter zogen im Verlaufe der Nacht mehrere Gruppierungen mit circa 30-50 Personen durch die Innenstadt. Laut Zeugenaussagen seien einzelne Personen hierbei mit Messern bewaffnet gewesen. Aus einer anderen Gruppe heraus soll im Bereich des Alten Friedhofs , vermutlich mit einer Schreckschusswaffe, in die Luft geschossen worden sein. Die alarmierten Einsatzkräfte konnten die Personen nicht mehr antreffen.

Im Verlaufe der Nacht wurden zwei Einsatzfahrzeuge der Polizei mit Graffiti besprüht, ein Einsatzfahrzeug durch ein Flaschenwurf beschädigt und an sechs Fahrzeugen die Kennzeichen abmontiert und gestohlen. Im Verlaufe der Nacht mussten zahlreiche Einsatzkräfte aus umliegenden Landkreisen angefordert werden, um dem massiven Aggressionspotential begegnen zu können.


Auch mehrere Fälle sexueller Belästigung

Auch zu mehreren Fällen sexueller Belästigung kam es im Zuge des Festes. Am Freitagabend wurden der Polizei drei Vorfälle gemeldet, bei denen Frauen von Männern auf dem Marktplatz sexuell belästigt wurden. Am Samstag kam es am Bahnhofsvorplatz zu einer sexuellen Belästigung bei der eine 17-Jährige nach derzeitigem Ermittlungsstand von drei Männern festgehalten und am Gesäß begrapscht wurde. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Oberbürgermeister Matthias Klopfer (SPD) sprach den Opfern der sexuellen Übergriffe sein Mitgefühl aus. "Das ist kein Kavaliersdelikt", sagte Klopfer.

Darüber hinaus wurden während des Festes mehrere Körperverletzungen angezeigt. Nach den Vorfällen will die Stadt das Stadtfest mit mehr Polizisten sichern. Auch werde die Polizei an den beiden letzten Tagen der Schorndorfer Woche (14. bis 18. Juli) dunkle Ecken auf dem Gelände besser ausleuchten, kündigte der Aalener Polizeipräsident Roland Eisele am Montag an.

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