Weitere Konkurrenz für Spotify

Spotify, Apple Music – und nun Amazon Music. Das Unternehmen hat den Streamingdienst nun auch in Deutschland gestartet. Preislich liegt er gleichauf mit der Konkurrenz, Prime-Abonnenten bekommen allerdings Vorteile.
Über 40 Millionen Songs verspricht das Angebot von Amazon. Bild: Amazon
 
von JOHANNES MICHEL

Über 40 Millionen Songs sollen sich mit Amazons Dienst Amazon Music anhören lassen, darüber hinaus gibt es hunderte Playlists und personalisierbare Radiosender. Knapp 10 Euro ruft Amazon dafür auf, genau der Preis, den Spotify und Apple auch nehmen. Im Vorteil sind Prime-Kunden, die bisher für das Jahresabo für schnellen Versand und den Videodienst 49 Euro pro Jahr zahlen: Sie erhalten Amazon Music für 2 Euro weniger (oder 79 Euro für ein Jahr). Wer den Lautsprecher Amazon Echo mit Sprachsteuerung besitzt, zahlt nur 4 Euro. Vor vier Wochen hatte Amazon sein Musikangebot bereits in den USA und in Großbritannien gestartet.

Attraktiv könnte das Angebot insbesondere für Prime-Abonnenten und Familien sein. Denn in Kürze wird Amazon für 15 Euro pro Monat ein Familienabo einführen, mit dem bis zu sechs Familienmitglieder den Dienst nutzen können. Wer sich gleich für ein Jahresabo entscheidet, erhält einen Rabatt auf 149 Euro.

Ab 2017: Fußball Bundesliga
Mit Amazon Music haben die Nutzer Zugriff auf über 40 Millionen Songs internationaler Künstler. Mit dabei sind auch Hörspiele, im Sommer 2017 kommen Livestreams dazu, etwa Übertragungen der Fußball Bundesliga. Zum aktuellen Start von Amazon Music wurde auch die App für Android- und iOS-Smartphones überarbeitet. Außerdem ist die App für Amazon-Fire-Geräte, für PC, Mac und als Browserversion verfügbar. Weiterhin für Prime-Abonnenten kostenfrei bleibt die alte Version von Amazon Music. Hier stehen allerdings deutlich weniger Songs zum Anhören bereit.

Für Kritik sorgte Amazon vor einigen Tagen mit einer deutlichen Preissteigerung beim Prime-Dienst. Derzeit beträgt die Jahresgebühr für das Prime-Abo noch 49 Euro. Ab 2017 steht eine Preiserhöhung auf 69 Euro an – „Altkunden“ sollen aber noch bis 2018 den alten Preis zahlen. Für Studenten wird sich der Betrag von 24 auf 34 Euro erhöhen. Als Amazon Prime 2007 an den Start ging, kostete der Service 29 Euro, er umfasste aber nur den Gratis-Premium-Versand – heute bietet Amazon auch Videos und eben Musik an.

Nun gilt es, den Dienst in den kommenden Wochen einfach mal anzutesten. Das geht 30 Tage lang, vollständig kostenlos.

zum Thema "Technik - Michel"






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