Verwenden Sie den Store!

Sie nutzen Windows 10? Dann haben Sie auch Zugang zum Windows-Store, dem Pendant zu Apples App-Store und Googles Play-Store. Nur: Viele verwenden den Store nicht. Warum eigentlich?
Windows hat einen App-Store für Software? Spannenderweise wissen das viele Nutzer gar nicht, und verwenden ihn daher nicht.
 
von JOHANNES MICHEL

Windows-Nutzer scheinen Gewohnheitstiere zu sein. Wer ein Programm für eine gewisse Funktion sucht, schmeißt eine Suchmaschine an, lädt sich das Programm von der Seite des Anbieters oder aus einem großen Downloadportal, speichert die Datei ab – und installiert die Software. So war es immer schon, seit es Windows und das Internet gibt. Mit Windows 8, 8.1 und nicht zuletzt Windows 10 verfügt auch das weltweit am meisten auf PCs, Notebooks und Convertibles installierte System über einen eigenen App-Store. Und den sollten Windows-10-Nutzer auch wirklich verwenden.

Wie auch bei den beiden großen mobilen Betriebssystemen iOS und Android hat der App-Store unter Windows viele Vorteile. Der größte: Kommt eine neue Version für das Programm beziehungsweise die App, wird diese auf Wunsch automatisch installiert. Somit bleibt die App immer auf dem aktuellen Stand – auch, wenn sie nur selten genutzt wird. Die meisten Windows-Programme prüfen zwar nach, ob neue Versionen vorliegen, aber dafür müssen sie gestartet werden. Apps aus dem Store hingegen erledigen das selbst. Zweiter Vorteil: Nur über den Windows-Store gibt es viele Apps, die auch für die Bedienung mit einem Touchscreen geeignet sind. Da immer mehr Geräte mit Touchscreen kommen, stellen sich die App-Entwickler hier auf ein besseres Verbreitungspotenzial ihrer Programme ein. Und die möglichen Kunden sollten diese Chance daher ebenso nutzen.

Ebenfalls interessant: Über die Suche im Windows Store findet man Programme, die hilfreich sind, auf die man aber nicht einfach mal so stößt. Genauso wie bei Android &. Co. erhält der Nutzer Tipps für Apps, die interessant sein könnten – anhand der bisher heruntergeladenen. Seit einigen Wochen kommen auch immer mehr klassische Desktop-Programme in den App-Store, ein Beispiel sind die bekannten Programme von Adobe. Ganz neu: Photoshop Elements, eine Bezahlsoftware für knapp 100 Euro, die bislang nur über die Webseite von Adobe oder im Fachhandel zu haben war. Wichtig: Ein Preisvergleich lohnt, bei Bezahlprogrammen muss nicht immer die App aus dem Store die günstigste sein – der Blick auf die Webseite des Anbieters oder der Besuch bei anderen Onlineshops klärt auf.

Der Technik-Michel meint:
Android und iOS wären ohne App-Store undenkbar. Und auch auf dem Desktop ist ein Store eine tolle Sache. Ob Spiele oder sinnvolle Apps – alle Programme aktualisieren sich selbst, der Nutzer muss sich nach der Installation um nichts kümmern. Und: Es fällt der eigentliche Installationsprozess weg – mit „Weiter“-Klicken, Auswahl des Speicherplatzes usw. Auch das ist, insbesondere für weniger erfahrene Anwender, ein wichtiges Kriterium, warum der Store genutzt werden sollte.

Zum Schluss: Bedenken Sie, dass die Apps, wie bei Android und iOS, sich Rechte einholen und zum Beispiel ihre Internetverbindung oder ihre Profilinformationen abrufen können. Aber das machten die klassischen Windows-Programme früher auch schon.

zum Thema "Technik - Michel"






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