Testsieger: Der Kopfhörer für 12 Euro

Nicht nur die Stiftung Warentest, sondern auch das Computer-Fachmagazin c’t testet Produkte, nicht nur auf Funktionen, sondern etwa auch auf Schadstoffgehalt. Aktuell zeigt ein Test diverser China-Produkte, dass wir nicht unbedingt viel Geld für ordentliche Qualität ausgeben müssen.
Günstige Technik aus China lässt sich sehr einfach per Online-Shopping beziehen, wie hier ein Tablet bei Gearbest.
 
von JOHANNES MICHEL

Wer nach einem neuen Handy, Tablet oder Staubsaugerroboter sucht, findet im Internet jede Menge Schnäppchen. Doch kann es das chinesische Billig-Smartphone tatsächlich mit dem teuren Markenprodukt aufnehmen? Und kommt der billige Laptop aus Fernost überhaupt beim Kunden an oder wird er vom Zoll einkassiert? Für die aktuelle Ausgabe 21/16 des Computermagazins c’t haben die Redakteure verschiedene Angebote getestet und festgestellt, dass Qualität nicht immer teuer sein muss.

„Wer keinen Wert auf Markenlogos legt, kann mit den günstigen Alternativen zum Teil enorm viel Geld sparen“, stellten c’t-Redakteur Ronald Eikenberg und seine Kollegen im Test fest. Billigprodukte können durchaus mit Markenware konkurrieren. Allerdings müsse man damit leben, dass Handbücher oft nicht übersetzt sind, und auch in Sachen Service Abstriche machen.

Insgesamt war Eikenberg von der Qualität der getesteten Ware vielfach positiv überrascht. So klang etwa ein In-Ear-Kopfhörer aus China für 12 Euro besser als ein Beats-Kopfhörer, der bis zu 100 Euro kostet. Und nicht nur der Staubsaugerroboter von Vorwerk hinterließ eine saubere Wohnung, sondern auch die erheblich günstigere Konkurrenz aus Fernost. Bei Smartphones erhält man zum Teil mehr Ausstattung für weniger Geld. Weiterer Pluspunkt: Schädliche Stoffe konnten bei den stichprobenartigen Untersuchungen der Billigware aus Asien nicht nachgewiesen werden.

Allerdings bestätigten sich viele Vorbehalte bezüglich der Lieferung: „Wer sich für den Gratis-Versand entscheidet, muss mitunter mehrere Wochen auf die Zustellung warten. Fehlt das CE-Zeichen, mit dem der Verkäufer oder der Hersteller versichert, dass das Produkt den EU-Gemeinschaftsvorschriften entspricht, kann der Zoll das Gerät an den Absender zurückschicken oder gleich vernichten.“ Wer sich Ärger mit dem Zoll ersparen möchte, der sollte daher beim Kauf darauf achten, dass sich das Produkt bereits in einem Lager innerhalb der EU befindet.

Ausführliche Informationen gibt es direkt auf den Internetseiten der c’t. Der vollständige Artikel ist in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins enthalten.

Der Technik-Michel meint:
Diverse Onlineshops ermöglichen uns heute, auf Produkte vom anderen Ende der Welt zuzugreifen. In den kommenden Wochen werde ich daher – je nachdem, wann das Paket eintrifft – eine Smartphone-Uhr testen, also keine klassische Smartwatch, sondern eine Uhr, die direkt mit einer SIM-Karte bestückt wird. Für Technik-Einsteiger empfiehlt sich das Kaufen im Fernost aber nur bedingt. Und bei Notebooks gibt es zudem zu bedenken: Die Tastatur kommt auf mit US-amerikanischer Belegung, die Umlaute ä, ö und ü fehlen dann. So auch beim Beispielgerät oben im Bild.

Mit Material von heise online

zum Thema "Technik - Michel"






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