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Schickes, aber unfertiges Smartphone

Abseits der großen Messen hat Samsung am 29. März das Galaxy S8 sowie das Galaxy S8+ präsentiert. Beim Design geht Samsung neue Wege, liefert die Software allerdings unfertig an die Käufer.
Kommt ohne mechanische Taste an der Front: Das Samsung Galaxy S8. Bild: Samsung
 
von JOHANNES MICHEL

Wenn es ein Konkurrenz-Smartphone zum Apple iPhone gibt, dann ist das immer Samsungs S-Serie. Seit Jahren liefern sich Apple und Samsung ein Duell um das beste Smartphone – und dieses Duell gewinnt meist Samsung: Die Technik ist besser, die Funktionen sind innovativer; das bessere Gesamtkonzept hat aber dennoch meist Apple zu bieten.

Wird das auch 2017 so sein? Samsung hat mit dem S8 und dem S8+ zwei Smartphones vorgestellt, die mit dem bisherigen Design-Konzept von Samsung brechen. Im Gegensatz zu den Vorgängern sieht man diesen Geräten nicht mehr direkt an, dass sie von Samsung kommen – auch potenzielle Käufer, die bisher mit dem Samsung-Design nichts anfangen konnten, könnten also gewonnen werden. Grund für diese Änderung ist die Vorderseite: Hier nimmt das Display nun fast vollständig den verfügbaren Platz ein. Dadurch wird der Touchscreen größer, die Maße des Smartphones wachsen aber kaum. Beim S8 ist das Display somit 5,8 Zoll, beim S8+ sogar 6,2 Zoll groß.

Die weitere Ausstattung der beiden Smartphones ist nahezu gleich. Bis auf einen etwas größeren Akku beim S8+ teilen sich die Geräte 4 GB Arbeitsspeicher, einen Achtkernprozessor von Samsung, eine 12-Megapixel-Haupt- und eine 8-Megapixel-Frontkamera, 64 GB Speicherplatz und den Einschub für Micro-SD-Karten zur Speichererweiterung. Diese Ausstattung hat aber auch ihren Preis – los geht’s zum Marktstart Ende April 2017 bei 799 Euro fürs S8, das S8+ ist 100 Euro teurer.

Eine der zentralen neuen Funktionen in Sachen Software ist Samsungs neuer Sprachassistent namens Bixby. Obwohl Google beim installierten Betriebssystem Android 7 auch einen solchen bietet, will Samsung mehr. Bixby soll das Smartphone steuern, die Kamera aufrufen, Smart-Home-Apps bedienen und Fragen beantworten können. Das wäre ein echter Mehrwert, aber erstmal gibt’s Bixby nicht für alle: Zum Marktstart wird der Assistent nur auf Englisch, Chinesisch und Koreanisch verfügbar sein, andere Sprachen sollen nachgereicht werden. Das dürfte aber noch etwas dauern, denn laut Medienberichten steht in der Entwicklung insbesondere Spanisch. Wann Bixby daher nach Deutschland kommt, steht in den Sternen.

Der Technik-Michel meint:
Samsung hat endlich alte Zöpfe abgeschnitten und beim Design ordentlich zugelegt. Auch die Funktionen der neuen S-Reihe gefallen. Enttäuschend ist aber das Fehlen des neuen Sprachassistenten Bixby – für einen Preis von mindestens 800 Euro zum Marktstart sollte ein fertiges Smartphone beim Käufer ankommen. Zumal S8 und S8+ hier auf dem Niveau von Apples iPhone liegen.

zum Thema "Technik - Michel"



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