Nach dem Hack: Telekom-Router nun sicher?

Unruhige Tage für die Telekom. Nach einem Hackerangriff hat das Unternehmen eine neue Software für seine Router (Speedport) bereitgestellt. Das Update soll sich automatisch aufspielen. So prüfen Sie, ob es geklappt hat ...
Die Router sind unser Zugang ins WWW. Speedport-Geräte der Telekom wurden nun zum Ziel von Hackern. Bild: Telekom
 
von JOHANNES MICHEL

Eine massive Störung bei Internetanschlüssen der Telekom am Sonntag und Montag hat sich als Hackerangriff herausgestellt. Fast eine Million Kunden waren betroffen. Dank schneller Gegenmaßnahmen konnte der Angriff zwar abgewehrt werden, viele Kunden waren aber längere Zeit ohne Internet und Telefon. Nun hat die Telekom ein Update für die Zugangsgeräte, die Speedport-Router, bereitgestellt.

Wenn Sie zu Hause einen Speedport der Telekom nutzen, prüfen Sie zunächst, ob Ihr Modell betroffen ist. Laut Telekom sind das die Modelle W 921 V, W 723 V (Typ B), W 921 Fiber, Entry und W 504 V. Diese Geräte sollen laut Telekom für etwa 30 Sekunden vom Stromnetz getrennt und dann wieder eingesteckt werden. Damit soll sich das Update automatisch installieren.

Ob das klappt, lässt sich prüfen, dafür sind aber einige Schritte nötig. Geben Sie in Ihren Internetbrowser die Adresse speedport.ip ein. Nun müssen Sie sich am Router anmelden, die Zugangsdaten haben sie einmal von der Telekom erhalten, sie können auch auf der Rückseite des Geräts auf dem Typenetikett stehen. Haben Sie die Daten bei der Erstanmeldung geändert, müssen Sie Ihre eigenen eingeben. Im Menü wählen Sie dann den Menüpunkt „Laden und Sichern“ und „Firmware-Update“. Dort sollte folgende Version stehen:
W 921 V: 1.41
W 921 Fiber: 2.41
W 723V Typ B: 1.41
W 504V: 1.20
Entry: 2.03

Ist das nicht der Fall, lässt sich das Update auch manuell installieren. Informationen dazu hat die Telekom auf einer eigenen Internetseite bereitgestellt.

Der Technik-Michel meint:
Immer mehr Geräte sind vom Internet abhängig – und damit werden unsere Häuser und Wohnungen auch immer interessanter für Hacker. Der Hack bei der Telekom hatte wohl zum Ziel, in Hausautomationen einzudringen. Angegriffen wurde der Fernzugang, mit dem sich zum Beispiel ein Telekom-Servicemitarbeiter auf den Speedport-Routern einloggen kann. Nach Installation des Updates sollten die Router auf diese Art und Weise nicht mehr angegriffen werden können. Wichtig für uns Internetnutzer: Die Technik nicht einfach laufen lassen, sondern sich informieren. Das geht aber nur, wenn der Nutzer auch ein gewisses Interesse zeigt.

zum Thema "Technik - Michel"






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