Kaufberatung: Windows auf einem Tablet?!?

Schon Windows 8 lief auf einigen Tablets, allerdings alles andere als erfolgreich und gut. Mit Windows 10 hat sich das geändert, Windows-Tablets etablieren sich. Apps gibt es aber noch wenige.
Günstiges Einsteigergerät inklusive andockbarer Tastatur: Das Trekstor Surftab Duo W1. Bild: Trekstor
 
von JOHANNES MICHEL

Seitdem Windows 10 auf dem Markt ist – und Microsoft damit erstmals ein konkurrenzfähiges Betriebssystem für die Touchscreen-Bedienung hat, verschmelzen Freizeit- und Arbeitsgeräte deutlich mehr miteinander. Für viele Tablets, auch mit iOS und Android, gibt es daher als Zubehör Tastaturen. Das reicht dann auf jeden Fall für E-Mails und Briefe schreiben.

Wer vom Computer her aber Windows gewöhnt ist, sollte daher auch ein Windows-Tablet in die engere Wahl mitnehmen. Sie kommen oft ab Werk mit einer ansteckbaren Tastatur und stehen großen PCs in wenig nach – einzig beim Speicher und der Arbeitsgeschwindigkeit merkt man dann schon den Unterschied etwa zu einem iPad. Per Fingerbedienung lässt sich das aktuelle Windows-System fast so gut bedienen wie Android und iOS, immerhin zwei Systeme, die von Anfang an auf diese Technik ausgelegt waren. Erreicht wird dies durch die Option, Windows 10 in einen Tabletmodus umzuschalten. Die meisten Geräte erkennen hierbei automatisch, ob Tastatur und Maus angeschlossen sind und wechseln dann zwischen Tablet- und Desktopmodus, der Wechsel ist aber auch manuell über das Benachrichtigungscenter möglich.

Zu beachten gibt es bei Windows-Tablets, dass hier deutlich weniger Apps verfügbar sind als für Android- und iOS-Geräte. Microsoft versucht zwar, das aktuell zu ändern, bisher eher weniger erfolgreich. Auf der anderen Seite sind die Windows-Tablets aber vollwertige Arbeitsgeräte, die sich als kleiner Laptop-Ersatz eignen. Jeder Nutzer muss daher wissen, auf was er besonderen Wert legt. Alle Standardaufgaben – von Mails oder Surfen bis hin zum Lesen der Zeitung sind auch mit einem Windows-Gerät möglich.

Welches Windows-Tablet für mich?
Windows und Tablet – große Preisunterschiede. Bei keinem Betriebssystem sind die Preise derart weit gestreckt wie hier. Los geht es schon recht günstig: Ein gutes Beispiel im Einsteigerbereich ist das Trekstor Surftab Duo W1 ab 240 Euro. Für diesen Preis ist sogar ein Full-HD-Display drin, Trekstor verbaut zudem ein LTE-Modum fürs Surfen außerhalb eines WLAN. Echte Referenzgeräte sind die Tablet-Modelle von Microsoft direkt. Das Surface 3 (ab 500 Euro) ist dabei noch mehr Tablet als Laptop, das Surface 4 Pro (ab 900 Euro) eignet sich schon fürs echte Arbeiten als Laptop-Ersatz.

Wichtig: Beim Kauf eines Windows-Tablets sollte der Speicherplatz nicht zu knapp bemessen sein, da Windows 10 ordentlich Speicher belegt – unter 32 GB sollten es nicht sein. Gut, wenn das Gerät dann noch einen Speicherkartenslot mitbringt. Als Arbeitsspeicher empfehlen sich mindestens 2 GB. Da bei den Angeboten mittlerweile viele Geräte unbekannterer Hersteller dabei sind, hilft nur: Testberichte lesen und gut recherchieren vor dem Kauf eines solchen Tablets.

zum Thema "Technik - Michel"






Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:
Benutzer     Passwort    

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.