Kaufberatung: Welches iPad ist das Richtige?

Tablet-Computer gibt es schon eine ganze Zeit lang, bis zur Veröffentlichung des ersten iPads vor sechs Jahren fristeten sie aber ein Nischendasein. Aktuell hat Apple drei Modelle im Angebot, los geht es bei rund 360 Euro.
Kleinstes iPad: Das Apple iPad mini 4 hat aber große Konkurrenz durch Smartphones und macht daher nur für die wenigsten Nutzer wirklich Sinn. Bild: Apple
 

2010 stellte Apple das iPad vor, im Endeffekt einfach eine vergrößerte Ausgabe des hauseigenen Smartphones iPhone. Die Unterschiede: Ein größerer Bildschirm, keine Telefonfunktion. Im Gegensatz zum Smartphone waren die Tablets zunächst zum Medienkonsum gedacht, andockbare Tastaturen kamen erst später – und auch nicht von Apple, sondern von Zubehöranbietern.

Jedes iPad gibt es in einer Variante, die nur in WLAN-Netzen funktioniert und einer weiteren, die – wie ein Smartphone auch – mit einer SIM-Karte arbeitet und einen Datentarif voraussetzt. Dann ist der Internetzugang auch „außer Haus“ möglich. Zu erkennen sind diese Modelle durch den Zusatz „Cellular“. Daneben werden die iPads in verschiedenen Farben angeboten. Die beste Auswahl gibt es bei Apple direkt, allerdings sind die Preise dort meist höher als in anderen Onlineshops. Bei den folgenden Preisen liste ich daher zunächst den günstigsten Preis im Onlinehandel (Stand: 26.07.2016) auf und dahinter den Apple-Preis.

Der Einstieg in die iPad-Welt ist mit dem iPad mini 4 ab rund 360 (398) Euro möglich. Zu bedenken gilt, dass sich bei Apple-Geräten der eingebaute Speicherplatz nicht erweitern lässt – daher mein Tipp: Mindestens das Modell mit 64 GB Speicher für knapp 460 (498) Euro wählen. Wer außerhalb eines WLANs über LTE online gehen will, zahlt um die 100 Euro mehr. Den größeren Bildschirm hat das ansonsten fast gleich ausgestattete iPad Air 2 (mit 64 GB und LTE ab etwa 540 Euro), das größte Modell iPad Pro ist für Privatkäufer, die ein Tablet zum Lesen der Zeitung und zum Internetsurfen auf der Couch nutzen wollen, eher uninteressant.

Welches iPad für mich?
Das iPad mini ist ein gutes Tablet, das allerdings die Konkurrenz der großen Smartphones im Nacken sitzen hat. Wer schon sein Smartphone mit recht großem Bildschirm besitzt, braucht daher kein iPad mini. Empfehlenswerter ist da schon das iPad Air 2 – zwar schon seit einiger Zeit auf dem Markt, aber immer noch ein gutes Tablet. Die beste Figur macht es beim Anschauen von Videos, Surfen im Internet oder Spielen. Das iPad Pro, erhältlich in zwei Bildschirmgrößen, passt eher in die professionelle Ecke und kann, zumindest in vielen Bereichen, einen kleinen Laptop ersetzen. Da die Preise bei rund 700 Euro beginnen, macht für viele Interessenten aber eher ein Laptop Sinn, zumal das beste iPad Pro 2 mit 256 GB Speicher über 1.400 Euro kostet. Dafür bekommt man anderswo ein Tablet und einen Laptop.

Zu bedenken gilt es bei der Anschaffung eines Apple-Produkts außerdem immer: iOS ist zwar ein gutes Betriebssystem, aber kein Ersatz für ein Desktop-System wie Windows oder macOS. Außerdem lassen sich die Geräte nicht erweitern, da kein Speicherkarteneinschub vorhanden ist. 

zum Thema "Technik - Michel"






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