Ihr Paket wartet vor der Haustür ...

Sie kennen das: Online etwas bestellt, zur Lieferung aber nicht zu Hause. Gerade für Mehrfamilienhäuser gibt es da jetzt Abhilfe: Den PaketButler. Nach einer Testphase wird er nun Mitte November allgemein verfügbar sein.
Der PaketButler in zusammengeklapptem Zustand. Bild: Telekom
 
von JOHANNES MICHEL

Mit einem Gurt wird er zwischen Zarge und Tür verankert, besteht aus robustem Material, ist brandsicher. Und er kann Pakete mit einer Größe von bis zu 70 mal 50 mal 30 Zentimeter entgegennehmen. Die Rede ist vom PaketButler, den die Telekom in Zusammenarbeit mit DHL entwickelt hat. Eingebaut ist auch eine SIM-Karte, so dass er mit dem Eigentümer, aber auch mit dem Paketdienst kommunizieren kann.

Das große Plus des Butlers ist, dass er unabhängig von den Zustelldiensten arbeiten soll. Genutzt werden kann er somit, im Vergleich zu so mancher Paketbox, nicht nur einem Unternehmen – dazu muss allerdings eine so genannte Abstellgenehmigung mit den gängigen Dienstleistern abgeschlossen werden, was ganz leicht online möglich ist. Am Zustelltag wird der Butler einfach rausgestellt, der Zusteller kann das Paket in der Box deponieren und sie verschließen. Anschließend lässt sie sich nur mit einer PIN öffnen. Über die eingegangene Sendung informiert der Butler außerdem per Nachricht aufs Smartphone. Ebenso sollen Retouren ablaufen, vorerst allerdings nur per DHL. Hierfür kann online ein Abholauftrag angelegt werden, der DHL-Paketbote ist daraufhin in der Lage, den Butler einmalig zu öffnen. Auf der Webseite des PaketButler wird für diesen Service ein Preis von 3 Euro aufgerufen.

Für die Nutzung gibt es zwei Möglichkeiten: Einmalig kostet der Butler 249 Euro, es steht aber auch ein Mietmodell für 7,99 Euro pro Monat bereit. Wer ihn langfristig nutzen möchte, sollte daher besser über den Kauf nachdenken, zum Ausprobieren ist das Abomodell eine schöne Sache. Nach 36 Monaten kommt eine Monatsgebühr in Höhe von 1,49 Euro für „PaketButler Connect“ hinzu, damit die Onlinedienste weiterhin genutzt werden können.

Und so sieht das aus:

 
Der Technik-Michel meint:
Der PaketButler ist eine gute Idee. Viele Besitzer von Einfamilienhäusern werden sich aber die Frage stellen, ob sie den Butler auch vor die Haustür stellen können. Das ist aber nicht vorgesehen, in den FAQ heißt es eindeutig: „Dieser PaketButler ist eine Indoor-Variante, d. h. Sie können dieses Gerät nur in geschlossenen Räumen (Hausfluren) verwenden.“ Somit fällt schon einmal ein großer Teil der möglichen Kundschaft weg. Schade. Im Kaufpreis enthalten ist für die ersten drei Jahre eine Versicherung für Diebstahl und / oder Beschädigung – für den PaketButler in Höhe von 180 Euro und für jede einzelne Warensendung bis zu 750 Euro. 

zum Thema "Technik - Michel"






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