Eigentlich selbstverständlich: Display immer an

Samsung sorgt gerade nicht wirklich für positive Schlagzeilen, denken wir an die explodierenden Akkus beim Topmodell Note 7. Das Problem verdeckt aber den Blick auf eigentlich gute Entwicklungen.
Kommt in zwei verschiedenen Designs, in Anlehnung an klassische Chronografen: Die Smartwatch Samsung Galaxy Gear S3. Bild: Samsung
 
von JOHANNES MICHEL

Eine Smartwatch für deutlich über 400 Euro? Solche Preise kann sich eigentlich nur Apple leisten, könnte man meinen. Schon seit einiger Zeit versucht Samsung, in der preislichen Oberklasse Fuß zu fassen, und mit den aktuellen Produktserien könnte das tatsächlich gelingen – im Weg steht aktuell nur der Skandal um das Note 7

Aber zurück zur Smartwatch: Die neue heißt „Gear S3“ und kommt mit einem so genannten Always-On-Display. Die Uhrzeit wird somit nicht mehr nur beim „Schütteln“ des Arms oder dem Druck auf eine Taste angezeigt, sondern permanent. Das ist für Uhren mit gewöhnlichen Displays (abgesehen von E-Ink-Displays wie bei der Pebble) schon etwas Besonderes. Trotz dieser Lösung soll die Uhr eine Akkulaufzeit von bis zu vier Tagen erreichen, bisher mussten vergleichbare Uhren immer nach einem Tag intensiverer Nutzung an die Steckdose. Ob das freilich zu erreichen ist, werden erst die Tests zeigen.

Wer bisher mit so mancher Smartwatch nichts anfangen konnte, sollte sich die Gear S3 dennoch anschauen. Denn sie kommt in einem Design, das eher an Chronografen erinnert. Dank IP68-Zertifizierung soll die Uhr zudem wasserdicht sein. Im Gegensatz zu vielen anderen Smartwatches läuft die Gear S3 nicht mit dem Android-Wear-Betriebssystem von Google, sondern mit Samsungs Eigenentwicklung Tizen. Neben den Standards wie Benachrichtigungen über Nachrichten, Anrufe und andere Dienste sind einige neue Funktionen mit dabei, etwa die Erkennung handschriftlicher Notizen auf dem Touchscreen der Uhr, für Outdoor-Fans gibt es GPS und einen Geschwindigkeitsmesser. Im Notfall kann die Gear S3 ein SOS-Signal an Freunde und Familie schicken, der aktuelle Standort wird dabei mitgesendet. Ähnliches hat Apple auch bei seiner zweiten Auflage der Apple Watch vor einer Woche präsentiert.

Der Technik-Michel meint:
Eigentlich macht Samsung zurzeit vieles richtig. Die Produkte sehen gut aus, kommen mit intelligenten Funktionen und sind nicht derart verschlossen wie im Apple-Universum. Vorgestellt wurde die Gear S3 auf der IFA in Berlin, Interessenten müssen sich allerdings noch bis November gedulden. Dann soll die Uhr etwa 450 Euro kosten. Ein stolzer Preis – eben auf Apple-Niveau.

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