Eigene Geräteklasse mit Zukunft

Abgesänge auf den klassischen PC gibt es seit Jahren. Zwei Geräteklassen feiern hier aber weiterhin Erfolge: Der All-in-One-PC, der Monitor und die gesamte Technik in einem Gehäuse vereint, und der Mini-PC, etwa fürs Wohnzimmer.
Kommt im Dezember in den Handel: Der kleine PC Z2 Mini von HP. Bild: HP
 
von JOHANNES MICHEL

In den meisten Wohnzimmern steht nach wie vor ein Fernseher. Seit sich die Flachbildschirme etabliert haben, wurden die Bildschirmdiagonalen immer größer, aktuell werden schon Größen jenseits der 50 Zoll häufig verkauft. Die TVs sind zwar smart und kommen mit zahlreichen Internetfunktionen, einen echten PC mit vollwertigem Betriebssystem können sie aber nicht ersetzen. Waru also nicht einen PC am Fernseher anschließen? Und dann auf der Couch im Internet surfen, Mails schreiben und Videos bei Youtube anschauen?

Im Gegensatz zum Büro- oder Spielecomputer müssen die Wohnzimmer-PCs besondere Voraussetzungen erfüllen. Zum einen darf das Gehäuse nicht zu klobig sein, um neben Fernseher und vielleicht einer Stereoanlage nicht allzu sehr aufzufallen. Zum anderen ist aber auch Leistung wichtig, denn schließlich soll der Mini-PC Videos in guter Auflösung ruckelfrei auf den Fernseher bringen können. Und, ebenfalls nicht zu vernachlässigen: Er muss nahezu geräuschlos arbeiten, um nicht durch Lüftergeräusche zu stören.

Der Einstieg muss nicht teuer sein
Einer der Vorreiter bei den Mini-PCs war Apple mit dem Mac Mini. Seit rund fünf Jahren kommt das Gerät, mittlerweile in der achten Generation, ohne Laufwerk. Letztmalig aktualisiert wurde der Mac Mini im Jahr 2014 – scheinbar legt Apple hier wenig Wert auf Weiterentwicklung. Preislich geht es bei 570 Euro los, das Spitzenmodell kostet über 1.100 Euro. Die Hersteller von Windows-Mini-PCs, sind da kreativer. Im Dezember wird HP den Z2 Mini auf den Markt bringen, er soll einer der leistungsfähigsten Mini-Rechner werden – Einstiegspreis: 700 US-Dollar, Preise für Deutschland sind noch nicht bekannt.

Für den Wohnzimmer-Einsatz reichen aber auch Geräte in der Preisklasse um die 300 Euro. Nochmal etwa 50 Euro günstiger ist der Asus VivoMini VM42-S031M. Seine Grundfläche ist kaum größer als die einer CD-Hülle, dennoch ist die Wiedergabe von 4K-Videos möglich. Ins Gehäuse passen sogar zwei Festplatten, Anschlussmöglichkeiten für Zubehör sind reichlich vorhanden. Einziges Manko: Als Betriebssystem kommt FreeDos zum Einsatz, Windows 10 lässt sich aber problemlos installieren. Preislich kommt das dann natürlich obendrauf. Insgesamt ist die VivoMini-Reihe von Asus auch für alle interessant, die mehr Leistung wollen. Es gibt sogar Modelle mit eigenständiger Grafikkarte, die für grafisch nicht überaus anspruchsvolle Spiele taugen. Hier ruft Asus dann aber um die 500 bis 600 Euro für das kleine Gerät auf.

Der Technik-Michel meint:
Das Angebot ist groß, manchmal ist aber etwas Bastelarbeit nötig. Denn viele der Mini-PCs werden ohne Betriebssystem verkauft, so dass der Nutzer erst einmal selbst Hand anlegen muss. Danach aber machen Sie sich im Wohnzimmer richtig gut, und sorgen dafür, dass der große Computer oft einfach mal ausgeschaltet bleiben kann. Für kleinere Büros, in denen hauptsächlich Textarbeit anfällt, eignen sie sich zudem als günstige Alternative zum klassischen PC oder zum All-in-One.

zum Thema "Technik - Michel"






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