Dünn, schick, ohne Klinkenstecker

Hier geht es weiter mit dem Erfahrungsbericht zum modular aufgebauten Smartphone Moto Z. Heute, im Teil 2 des Tests, im Fokus: Die inneren Werte sowie Äußerlichkeiten.
Auf der Vorderseite hat Motorola zwar etwas Platz verschwendet. Dafür gibt es viele interessante Funktionen, gepaart mit fast "reinem" Android. Auf der Rückseite können, zum Schutz, Style-Cover angebracht werden.
 
von JOHANNES MICHEL

Das Wichtigste bei einem Smartphone ist das Display. Während noch vor einigen Jahren Displays dominierten, bei denen jeder einzelne Pixelpunkt nicht nur bei genauerem Hinschauen erkennbar war, hat die Technik deutliche Fortschritte gemacht. Die Anzeigen sind nicht nur größer geworden, sondern lösen auch deutlich schärfer auf.

Das Moto Z kommt mit einem 5,5-Zoll-Display und einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel. Damit übertrifft es die meisten aktuell in den Wohnzimmern stehenden Fernsehgeräte locker. Für satte Farben verbaut Lenovo ein AMOLED-Panel. Mit dieser Ausstattung bewegt es sich auf dem Niveau aktueller Samsung-Topmodelle, die iPhones von Apple kann es damit hinter sich lassen. Auch von der Seite lässt sich das Display noch gut ablesen, Zugfahrer sollten es daher etwas abdrehen, wenn sie nicht beim Surfen beobachtet werden wollen.

Platzverschwendung auf der Vorderseite
Eine Stärke beim Moto Z ist das Design. Zwar verschwendet Lenovo vorne durch einen breiten Rahmen über und unter dem Display Platz, schafft es aber, eines der bisher dünnsten Smartphones zu bauen. An der schmalsten Stelle misst es gerade mal etwas mehr als fünf Millimeter. Die Rückseite aus Metall lässt sich mit den bereits im ersten Teil des Tests erwähnten Mods bestücken, zum Schutz können aber auch einfach so genannte Style-Mods angedockt werden – dünne Cover aus Textil, Leder und sogar Holz. Dann allerdings geht ein bisschen etwas vom Design-Flair verloren, dafür ist die Rückseite gegen Kratzer geschützt. Von der Verarbeitung her betrachtet liegt das Moto Z nahe an der Perfektion, es gibt keine sichtbaren Nahtstellen zwischen Display und Gehäuse, die Materialien wirken hochwertig.

Unter dem Display sitzt ein Fingerabdrucksensor, mit dem sich das Gerät entsperren lässt. Das funktioniert tadellos. Ebenfalls dort eingebaut ist ein Näherungssensor, der erkennt, wenn sich etwa die Hand dem Gerät nähert und dann das Display kurz anschaltet – zu sehen sind eingegangene Nachrichten, Uhrzeit und andere Statusinfos. Dafür muss das Moto Z ohne Benachrichtigung-LED auskommen. Aufgrund des dünnen Designs weggefallen ist die Kopfhörerbuchse. Lenovo geht hier also den Weg, den Apple bei der aktuellen iPhone-Generation vorgemacht hat. Einen Adapter für Kopfhörer liefert Motorola mit, Kopfhörer selbst aber nicht. Der Adapter wird an die USB-C-Schnittstelle angeschlossen. Gleichzeitiges Musikhören und Aufladen ist somit nicht möglich – es sei denn, es kommen drahtlose Bluetooth-Kopfhörer zum Einsatz.

Gut: Schnelle Updates
Als Betriebssystem setzt Lenovo, wie sollte es anders sein, auf Googles Android. Ausgeliefert wird das Smartphone mit Android 6, direkt nach dem Einschalten steht aber ein Update auf Android 7 bereit. Bisher zeichnet sich das Moto Z durch eine perfekte Update-Versorgung aus, was auch daran liegt, dass Lenovo kaum an der Android-Oberfläche herumgebastelt hat. Somit können Updates, die Google bereitstellt, sehr schnell an die Besitzer des Smartphones weitergereicht werden. Dafür wirken die Menüs im Moto Z nicht so bunt und verspielt wie bei Samsung, aber gerade diese Reduktion auf das Wesentliche gefällt.

Morgen geht’s weiter …
Freuen Sie sich auf morgen – denn dann lesen Sie hier im Blog mehr zur Kamera des Moto Z und zu den Fotos, die sich mit der modularen Andockkamera machen lassen. Außerdem gibt es viele Beispielbilder.

Bisher erschienene Teile des Tests:
Teil 1: Neues Smartphone: Mal was Anderes!?!

zum Thema "Technik - Michel"



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