Das selbstspielende Klavier

Smartphones, Tablets, Computer, Haushalt – auf der IFA 2016 in Berlin gab es viel zu sehen. So manche Technik verbinden wir aber immer noch mit dem Wort „analog“, etwa Musikinstrumente. Nicht bei Yamaha.
Auf den ersten Blick ein ganz normales Klavier, das sich aber ... Bild: Yamaha
 
von JOHANNES MICHEL

Die Tochter spielt Klavier und die Musik erklingt in allen Räumen des Hauses? Das Piano lässt sich per App steuern? Piano goes Keyboard – mit einprogrammierten Musikstücken? Und das eigene Spiel lässt sich sogar aufzeichnen? Ja, das gibt es alles schon, und Yamaha demonstrierte diese Möglichkeiten auch auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin.

Die Produktreihe hört auf den Namen Disklavier Enspire. Verschiedenste Instrumente sind hier zu haben, sie alle zeichnen sich durch verschiedenste digitale Zusatzfunktionen aus. Zum Beispiel durch eine hochauflösende Aufnahme- und Wiedergabefunktion, die in der Lage sein soll, über tausend dynamische Nuancierungen von Tasten- und Hammergeschwindigkeiten sowie rund 250 Abstufungen unterschiedlicher Pedalstellungen aufzuzeichnen und wiederzugeben. Sämtliche Funktionen sind auch über eine App für Smartphones, Tablets und Computer zugänglich. Innovativ: Es lassen sich zwei Flügel über das Internet zusammenschließen – zum Beispiel Schüler und Lehrer. Was einer spielt, wird auch auf dem Klavier des anderen abgespielt.

Außerdem, das dürfte gerade für Mehrfamilienhäuser interessant sein, ermöglicht Yamahas Silent-Piano-Technologie das Hören, Üben und Spielen ohne andere zu stören. Durch den Einsatz einer Sampling-Technologie, bei der die interauralen Eigenschaften des menschlichen Ohrs nachgebildet werden, kann das Disklavier Enspire binaural Klang, Präsenz und Resonanz eines Yamaha CFX-Konzertflügels reproduzieren, und zwar mittels Kopfhörer vom Standort des Pianisten aus. Diese Technologie ist in alle Disklavier Enspire ST- und PRO-Modelle eingebaut. Klingt fast schon nach hoher Wissenschaft, funktionierte beim Ausprobieren aber tatsächlich. Klaviere sind nicht günstig – und gerade mit zusätzlicher Technik nicht. Die Yamaha-Produkte der Disklavier-Serie starten bei 17.000 Euro für das Piano, den kleinsten Flügel gibt es ab rund 25.000 Euro.

Akzente setzte Yamaha auf der IFA aber nicht nur mit Instrumenten, sondern auch mit Multiroom-Lösungen für Musik, die etwa die Beschallung eines ganzen Hauses ermöglichen. Das Musikstreaming erfolgt hier über WLAN, unterstützt werden auch Apple AirPlay sowie zahlreiche Internetradios. Die Zuspielung kann zudem per Bluetooth erfolgen. 

zum Thema "Technik - Michel"






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