Aus fürs Note 7: Das sind die Alternativen

Peinlich für Samsung: Aufgrund der Akkuprobleme zieht das Unternehmen sein Topmodell zurück. Sein wichtigstes Merkmal war immer die Bedienung auch per Stift. Können das andere Geräte auch?
Das Pannen-Smartphone: Die Produktion des Samsung Galaxy Note 7 wurde nun eingestellt. Bild: Samsung
 
von JOHANNES MICHEL

Vorausgeschickt sei: An sich lässt sich jedes Smartphone mit einem optional zu erwerbenden Bedienstift steuern. Besondere Zusatzfunktionen haben diese dann aber nicht, und sie lassen sich ebenso nicht komfortabel im Gehäuse des Smartphones verstauen. Gerade diese beiden Punkte haben die Note-Serie von Samsung aber immer ausgezeichnet. Wie es nach den Problemen um explodierende Akkus nun weitergeht, ist nicht sicher. Aktuell wissen wir nur: Samsung hat die Produktion komplett eingestellt. Ob wir das Gerät in einigen Monaten wiedersehen oder ob der Stopp sogar das vollständige Aus für die Note-Serie bedeutet – unbekannt. Für Fans des Konzeptes – großes Display und Bedienstift mit besonderen Funktionen – stellt sich natürlich die Frage: Gibt es Alternativen?

Eine Alternative von LG?
Smartphones mit ins Gehäuse integriertem Bedienstift sind eine Seltenheit. Somit müssen bei den Alternativen zwangsläufig die Vorgänger des Note 7 auftauchen, namentliche Note 5 und Note Edge. Ihr Vorteil: Sie bringen ebenfalls eine Top-Ausstattung mit und sind preislich im Vergleich zu einem gerade auf den Markt gekommenen Smartphone preiswert. Aber, und deshalb wird es nichts mit der Kaufempfehlung: Sie haben teilweise schon bis zu zwei Jahre auf dem Buckel, und bei Smartphones mit Android-Betriebssystem bedeutet das: Die Halbwertszeit läuft ab. Denn gerade das Note Edge dürfte bald keine Betriebssystem-Updates mehr erhalten. Und das Note 5 gab es offiziell in Deutschland gar nicht zu kaufen. Das Note 6 übrigens hat Samsung einfach übersprungen.

Somit gibt es für alle Fans von Phablets mit eingebautem Stift nur eine wirkliche Alternative: Das LG Stylus 2. Im Gegensatz zum Note 7 ist es allerdings nicht als Highend-Smartphone positioniert, sondern in der Mittelklasse. Das macht sich besonders beim Display bemerkbar: Zwar ist es ebenso groß wie beim Note 7, die Auflösung (1280 x 720 Pixel) ist aber deutlich schlechter. Auch beim verbauten Speicher hat LG gespart (16 GB), dafür kostet das Gerät gerade mal um die 250 Euro. Für das Note 7 rief Samsung rund das Dreifache auf. Nicht vergessen werden soll: Die Kamera des LG Stylus 2 macht gute Fotos, an die Qualität des Note 7, das in vielen Tests zum neuen Spitzenreiter bei den Smartphone-Kameras geworden war, reicht sie aber nicht heran.

Der Technik-Michel meint:
Ein echter Kauftipp ist das LG Stylus 2 nicht, lediglich alle, die unbedingt einen ins Gehäuse schiebbaren Stift haben wollen, dürfen zugreifen. Ansonsten, das macht schon die Preiskalkulation von LG, sind die beiden Smartphones nicht miteinander zu vergleichen. Somit: Aktuell gibt es keine echte Alternative für Nutzer eines alten Note-Modells. Sie sollten daher warten, was Samsung macht – ob es einen weiteren Versuch geben wird oder ob das Ende der Note-Reihe eingeläutet wurde.

zum Thema "Technik - Michel"






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