Alte Smartphones bald ausgeschlossen

Wenn Google Anfang 2017 seinen App-Store, den Play-Store, wieder mit einer neuen Version aktualisiert, werden zahlreiche alte Smartphones den Zugang verlieren. Was bedeutet das? Und wie prüft man, ob das eigene Gerät betroffen ist?
Wenn die Play-Dienste für Smartphones abgeschaltet werden, funktionieren weder App-Store noch Google-Programme wie Google Maps. Bild: Google
 
von JOHANNES MICHEL

In etwa jährlich bringt Google eine neue Version seines Android-Betriebssystems. Aktuell stehen wir bei Android 7, ein Großteil der Smartphones (Googles Marktanteil in Deutschland liegt bei fast 80 Prozent) aber läuft noch mit älteren Versionen, besonders weit verbreitet sind Android 4 und 5. Um das Smartphone auch umfangreich nutzen zu können, ist ein Zugang zum Play-Store nötig – zur Installation und Aktualisierung der Apps.  Auch er selbst wird regelmäßig Updates unterzogen, Anfang 2017 wird es wieder soweit sein. Und dann verliert der Play-Store die Unterstützung für Smartphones, die noch mit Android 2 und 3.

Positiv: Die Abschaltung betrifft nur in etwa anderthalb Prozent aller aktuell weltweit aktiven Android-Geräte – und somit Smartphones, die schon viele Jahre auf dem Buckel hatten. Immerhin erschien Android 2 schon vor bald sieben Jahren.

Ob das eigene Smartphone betroffen ist, lässt sich schnell herausfinden. Einfach unter den Apps im Menü die „Einstellungen“ wählen, ganz oder fast ganz nach unten wischen und die „Geräteinformationen“ abrufen – manchmal heißt dieser Menüpunkt auch „Info“, „Über das Telefon“ oder ähnlich. In der nachfolgenden Liste erscheint die Android-Version des Geräts – steht hier am Anfang die Ziffer 2 oder 3, wird das Smartphone bald den Zugang zu den Play-Diensten verlieren. Zeit also, das Gerät doch mal auszutauschen.

Der Technik-Michel meint:
Aktuell berührt Googles Abschaltung nur wenige Geräte. Sollte es aber, vielleicht Anfang 2018, mit Android 4 ähnlich verlaufen, stünden deutlich mehr Nutzer plötzlich ohne Play-Dienste da – und damit ohne die Versorgung mit App-Updates. Android 4 erschien vor rund sechs Jahren.

Die Aktion zeigt einmal mehr: Nach einer gewissen Zeit ist die Halbwertszeit eines Smartphones einfach abgelaufen. Die Geräte lassen sich nicht wie Handys vor zehn Jahren über einen derart langen Zeitraum sicher betreiben. Somit: In etwa alle vier Jahre lohnt sich in den meisten Fällen ein Neukauf, selbst wenn das Gerät eigentlich noch in Ordnung ist. Schade, aber kaum vermeidbar. Denn neben den Sicherheitsupdates fürs Betriebssystem, die bei Android oft bis zu zwei Jahre bereitgestellt werden, ist eine Versorgung mit App-Updates fast noch wichtiger.

zum Thema "Technik - Michel"






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