Buchloe
Geisterfahrer

Geisterfahrer stirbt nach Unfall auf der A96 im Krankenhaus

Es ist der klassische Fall einer Geisterfahrt: Ein 88-Jähriger fährt auf die Autobahn und wendet kurz darauf - ein tödliches Manöver.
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Die Polizei hatte noch vor dem Geisterfahrer gewarnt - nur Sekunden später krachte es auf der A96. Drei Menschen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Foto: Thomas Poeppel/dpa
Die Polizei hatte noch vor dem Geisterfahrer gewarnt - nur Sekunden später krachte es auf der A96. Drei Menschen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Foto: Thomas Poeppel/dpa
Nach dem Unfall durch einen Geisterfahrer auf der Autobahn 96 bei Buchloe (Landkreis Ostallgäu) ist der 88 Jahre alte Unfallverursacher in der Nacht zum Dienstag im Krankenhaus gestorben. Er war bei dem Unfall am Montagabend zunächst lebensgefährlich verletzt worden, wie die Polizei mitteilte. Zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt. Zunächst hatte die Polizei bei ihnen nur von leichten Verletzungen gesprochen.

Der 88-Jährige Geisterfahrer aus dem nördlichen Ostallgäu war zunächst in korrekter Richtung auf die Autobahn gefahren. Kurz darauf wendete er jedoch und fuhr mehrere hundert Meter in die falsche Richtung. Die Beamten warnten im Radio-Verkehrsfunk die anderen Autofahrer vor dem Falschfahrer. Wenige Augenblicke später kam es dennoch zu dem Unfall. Das Auto des Geisterfahrers stieß mit einem entgegenkommenden Wagen auf der linken Spur zusammen. Ein weiteres Auto auf der rechten Spur konnte noch ausweichen.

In dem Wagen, der in der richtigen Fahrtrichtung unterwegs war, befand sich ein Ehepaar aus Österreich im Alter von 50 und 46 Jahren. Beide wurden schwer verletzt und waren nach Angaben der Polizei am Dienstagmorgen noch im Krankenhaus. Die Autobahn München-Lindau war an der Anschlussstelle Buchloe Ost in Richtung Lindau für etwa drei Stunden komplett gesperrt.
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