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Wetter

Erster Herbststurm: Wetterdienst warnt auch vor starken Böen in Franken

Der erste Herbststurm der Saison hat Deutschland erreicht. Auch in Teilen Frankens kann es am Mittwoch stürmisch werden.
Der erste Herbststurm der Saison hat Deutschland erreicht.  Auch in Teilen Frankens kann es am Mittwoch stürmisch werden.  Foto: Volker Bartels/dpa
 
von DPA
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Mittwoch an der deutschen Nordseeküste vor einzelnen Orkanböen mit bis zu 120 Stundenkilometern. Auch im Binnenland, darunter in weiten Teilen Frankens, vor allem in Ober- und Unterfranken soll es im Laufe des Tages kräftig wehen, die Meteorologen rechnen auf exponierten Mittelgebirgsgipfeln mit Böen bis rund 110 Stundenkilometern. "Der erste Sturm in diesem Herbst ist vergleichsweise früh dran", sagte ein DWD-Meteorologe in Offenbach.

In Franken treten Sturmböen mit bis zu 70 Kilometern pro Stunde aus südwestlicher Richtung auf. In exponierten Lagen muss mit Sturmböen um 85 km/h (24m/s, 47kn, Bft 9) gerechnet werden.

Auf dem Brocken im Harz wurden Windgeschwindigkeiten von 149 Stundenkilometern gemessen, auf Helgoland in der Nordsee waren es am Mittag 105 Stundenkilometer. Der Höhepunkt des Sturms wurde für den Nachmittag erwartet; der DWD rechnete mit Orkanböen von bis zu 140 Kilometern pro Stunde. Der Wetterdienst hat eine Unwetterwarnung für Bremen, Hamburg und für nordseenahe Regionen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen herausgegeben.
Da im frühen Herbst Bäume noch belaubt seien, könnten diese leicht entwurzelt werden, warnte der DWD. Auch in der Mitte und im Süden stürme es, wenn auch schwächer.

Ein Wetterumschwung mit Starkregen und tiefstehender Sonne soll am Dienstagabend eine Unfallserie auf der Autobahn 2 im Münsterland ausgelöst haben. Mehrere Autofahrer hätten wegen des Regens heftig gebremst. "Dann kam plötzlich die Sonne wieder raus und die Fahrer konnten nichts sehen", sagte ein Sprecher der Polizei Bielefeld am frühen Mittwochmorgen. Die traurige Bilanz: zwei Tote, 38 Verletzte und 42 beschädigte Fahrzeuge.

Wegen erwarteter Orkanböen an der Nordseeküste in Niedersachsen fielen am Vormittag die ersten Fähren zu den ostfriesischen Inseln aus. Zwischen Wangerooge und Harlesiel fuhr am Morgen nur jeweils ein Schiff. "Alle anderen Fähren fallen aus", teilte die Deutsche Bahn mit, die die Fährverbindung betreibt. Der DWD erwartet bis zu sieben Meter hohe Wellen in der Deutschen Bucht.

"Wir werden so lange fahren, wie es möglich ist", sagte eine Sprecherin der Reederei Norden-Frisia, die die Fährverbindungen nach Norderney und Juist betreibt. Ab Mittag könne es aber zu Ausfällen kommen. Auch die Fährverbindung Hamburg-Helgoland über Cuxhaven fällt aus, wie der Betreiber bekanntgab. "Das Wetter ist zu extrem", sagte eine Sprecherin.

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