Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Falter, auch bei den Wahlen 2002 und 2005 seien unter den Unentschiedenen viele mögliche SPD-Anhänger gewesen. „Wenn für potenzielle SPD-Anhänger die Gefahr von Schwarz-Gelb droht, werden sich viele von ihnen am Ende doch mobilisieren lassen“, sagte der Mainzer Wissenschaftler. Dennoch werde die SPD nicht um zehn Prozentpunkte nach oben springen. „Wenn sie 30 Prozent erreicht, kann sie ganz zufrieden sein“, sagte Falter.
80 Prozent Wahlbeteiligung

Der Wahlforscher geht davon aus, dass ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Schwarz-Gelb und anderen Alternativen möglich ist. „Wenn die Wahl kurz vor dem 27. September unentschieden zu sein scheint, werden wir wieder eine Wahlbeteiligung wie 2005 haben, also so um die 80 Prozent.“ ddp