Steinbrück wegen Renten-Äußerung in Kritik
, Freitag, 10. Juli 2009
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) steht wegen seiner kritischen Äußerungen zur Rentenpolitik weiter in der Kritik. Der Sozialverband VdK warnte ihn davor, die Generationen gegeneinander auszuspielen.
VdK-Präsidentin Ulrike Mascher wies in der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstag) Steinbrücks Äußerung zurück, dass die jüngste Rentenerhöhung und die Rentengarantie zulasten der jüngeren Generation gingen.
„Die Generationengerechtigkeit nur an der Rentenfrage festzumachen ist zu kurz gesprungen“, sagte sie. Die wirkliche Auseinandersetzung verlaufe nicht zwischen den Jungen und den Alten. „Sie verläuft zwischen denen, die von Armut bedroht oder betroffen sind, und jenen, denen es immer noch sehr gut geht.“
Steinbrück hatte in einem Interview gesagt, die „Gekniffenen“ der jüngsten Rentenerhöhungen und der Rentengarantie seien die heute 25- bis 35-Jährigen, die Kinder in die Welt setzen wollten. „Der jetzigen Rentnergeneration geht es insgesamt so gut wie niemals einer zuvor.“ dpa