Bamberg
Skurriles

Der kuriose Jahresrückblick 2017

Von mysteriösen Kotspritzern, Gülle-Duschen für Cabriofahrer und der Schäufele-Affäre im Zirndorfer Stadtrat: so gesehen war 2017 wirklich lustig!
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In Dillingen befestigten Unbekannte eine lebensgroße Sexpuppe vor einer Radarfalle. Foto: Symbolbild / Polizei Dillingen / dpa
In Dillingen befestigten Unbekannte eine lebensgroße Sexpuppe vor einer Radarfalle. Foto: Symbolbild / Polizei Dillingen / dpa


Januar - Mann in Schweinfurt legt sich betrunken ins falsche Bett


In Schweinfurt verwechselte ein Mann sein Haus mit einem anderen und legte sich ins falsche Bett. Bemerkt wurde er erst gegen 5.40 Uhr morgens, als ein 18-Jähriger mit seinem Kumpel nach Hause kam und in seinem Bett einen völlig fremden vorfand. Nachdem die Polizei gerufen worden war, klärte sich nach und nach alles auf. Der Mann mit seinen 1, 46 Promille hatte auf seinem Heimweg geglaubt, er stünde vor seinem eigenen Haus in der Oskar-von-Miller-Straße. Er hatte über die Terrassentür das Haus betreten und sich sofort samt Klamotten ins Bett gelegt. Weil er nach dem unsanften Wecken immer noch keinerlei Orientierung hatte und auch nicht gerade laufen konnte, kam er zur Ausnüchterung in eine Polizeizelle.

Weitere kuriose Meldungen im Januar:
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Februar - Falscher Schwimmstil löst einen Polizeieinsatz aus


Ein Streit über den erlaubten Schwimmstil hat in einem Hallenbad im hessischen Gelnhausen einen Polizeieinsatz ausgelöst. Der Bademeister hatte einen Schwimmer ermahnt, nur im dafür vorgesehenen Bereich des Beckens zu kraulen. Nachdem der Badegast sich nicht daran hielt, rief der Bademeister die Polizei. Die Beamten nahmen die Personalien des 53-jährigen Mannes aus Gründau auf, der dann das Bad verließ. Eine Polizeisprecherin sagte dazu: "Der Mann hätte sich besser an die Badeordnung gehalten. Ein Polizeieinsatz wegen so eines Falls ist bedauernswert".

Weitere kuriose Meldung im Februar:
Kreis Schweinfurt: Pferdeäpfel überführen Kutscher nach Unfallflucht




März - Was passiert, wenn man 700 Pfandflaschen auf einmal abgeben will?


In Bamberg wollte ein Mann im März an die 700 Pfandflaschen in einem Geschäft abgeben. Der Filialleiter wurde stutzig und verständigte die Polizei. Da sie keine Straftat feststellen konnten, zogen die Beamten bald wieder ab. Offenbar war der 49-Jährige einfach nur fleißig gewesen - oder hatte über einen langen Zeitraum Pfand gesammelt. Über den eifrigen Pfandsammler von Bamberg berichteten mehrere Medien, unter anderem der Bayerische Rundfunk.

Weitere kuriose Meldungen im März:
Polizei verwendet Bushido-Foto für Fahndung
In Auto eingesperrte Katze ruft sich selbst Hilfe
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April - Drei Euro in Cent-Stücken: Vierjährige in Bad Kissingen büxt aus und geht shoppen

Weil ihr langweilig war, zog eine Vierjährige in Bad Kissingen alleine los. In einem Drogeriemarkt wollte die Kleine ganz groß shoppen und legte insgesamt Waren im Wert von 50 Euro auf das Band an der Kasse. Bezahlen wollte das Mädchen mit ihrem Taschengeld - insgesamt drei Euro in kleinen Cent-Münzen.

Für das Verhalten hatte das Mädchen eine entwaffnende Begründung. Als die Verkäuferin sie fragte, warum sie denn alleine unterwegs sei, teilt die Kleine mit, dass sie derzeit nicht in den Kindergarten dürfe, da sie krank sei. Deshalb habe sie den Tag beim Freund ihrer Mutter in Bad Kissingen verbracht.

Die Polizei nahm das Mädchen in ihre Obhut. Schon bald meldete sich der Freund der Mutter, der verzweifelt nach der Vierjährigen gesucht hatte, und die beiden konnten wieder zusammengebracht werden.

Weitere kuriose Meldungen im April:
Gülle-Dusche für einen Cabriofahrer und seine Tochter
Ärger um Riesen-Phallus am Pilgerweg - Kondom als Lösung
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Mai - Kuriose Baustellenpanne in Nürnberg: Beton flutet Königstorpassage


In der Nürnberger Königstorpassage verbreitete sich im Mai eine zähflüssige Betonmasse. Eine Litfaßsäule war samt Fundament abgebaut und eingelagert worden. Um den entstandenen Hohlraum auszugleichen, sollte dieser mit Beton befüllt werden. Doch stattdessen floß die graue Masse komplett in die Königstorpassage - und das obwohl das Rohr nachweislich dicht sei, wie das Hochbauamt versicherte. "Die Ursache ist aktuell nicht erkennbar, da in den vorhandenen Bestandsplänen weder Öffnungen in den Hauptmarktbunker noch in die Königstorpassage vorhanden sind", teilt das Amt in einer Pressemitteilung zu dem kuriosen Unfall mit.

Weitere kuriose Meldungen im Mai:
Unbekannter "Michael" schwängert Frau in Hotelzimmer - sie verklagt das Hotel



Juni - Sohn reißt wegen Fidget-Spinner von zu Hause aus



Ein Elfjähriger Sonneberger ist im Juni in Saalfeld ausgerissen, weil seine Mutter ihm keinen Fidget-Spinner kaufen wollte. Die Polizei hatte den Jungen mehrere Stunden lang mit einem Großaufgebot samt Fährtenhund gesucht. Beamte entdeckten ihn schließlich wohlauf auf einer Bank. Der Elfjährige erklärte den Polizisten, dass er einen Fidget-Spinner haben wollte, seine Mutter ihm diesen Wunsch aber nicht gewährte. Das kleine Spielzeug ist bei Heranwachsenden beliebt. Es sieht aus wie eine Mischung aus Propeller und Ninja-Wurfstern und dreht sich in der Hand.

Weitere kuriose Meldungen im Juni:
Toter Mensch im Fluss? Gummipuppe "Ingo" löst Großeinsatz bei Mainz aus
Ein Haar auf einem Burger führt zu Körperverletzung in Bamberger Schnell-Restaurant


Juli - Polizeieinsatz in Bamberg: Ladendieb klaut Leberkäs-Weggla



Im Juli wurde die Polizei wegen eines Ladendiebs zu einem Supermarkt in Bamberggerufen. Der Beuteschaden hielt sich glücklicherweise in Grenzen. Ein Mann hatte am Spätnachmittag an der Metzgertheke ein Leberkäsebrötchen geholt. Nachdem er es verspeist hatte, warf er die Tüte mit der Rechnung fort ohne zu zahlen. Der Beuteschaden betrug 1 Euro . Da dieses Verhalten von einem Ladendetektiv beobachtet wurde, konnte der hungrige Dieb festgehalten werden, bis die Polizei eintraf.

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Kurioser Kleinkrieg: Graf und Stadt streiten um vier Quadratmeter in Pappenheim
Versteckspiel mit Vierjährigem führt zu Polizeieinsatz



August - Polizei in Neustadt/Aisch auf der Suche nach mysteriösem Kotspritzer


Ein sehr unappetitlicher Fall beschäftigte die Polizei Neustadt an der Aisch in Mittelfranken. In Schornweisach, einem Ortsteil von Uehlfeld war ein Grundstück immer wieder verunreinigt worden. Ein Anwohner hatte sich zum wiederholten Mal über die Fäkalien beschwert.

Zunächst war die Polizei davon ausgegangen, dass diese von einem Flugzeug stammen könnten. Nach dem dritten derartigen Vorfall innerhalb von vier Wochen wurde diese Theorie aber immer unwahrscheinlicher, zumal nur zwei Grundstücke betroffen waren. Bald meldeten sich auch Betroffene aus einem sieben Kilometer entfernten Ort. Einen Beamten ließ das Rätsel um die unappetitliche Luftpost nicht los - er recherchierte im Internet und fand prompt einen ähnlichen Fall in Thüringen. Bei einem weiteren Fall in Usedom hatte sogar das Landeskriminalamt ermittelt.

Nun hatte auch der Übeltäter in Neustadt an der Aisch ein Gesicht, beziehungsweise einen Namen: Chironomidae, besser bekannt als Zuckmücke. Diese tritt in großen Schwärmen auf und war nicht zum ersten Mal in die Schlagzeilen geraten. Anderorts haben Zuckmückenschwärme schon Großeinsätze der Feuerwehr ausgelöst.

Schlüpfen die Insekten und tummeln sich zu Millionen in der Luft, kann man den Schwarm schnell mit Rauchschwaden verwechseln. Ein Naturphänomen, das, auch wenn dort niemand Zeuge davon geworden ist, auch das Rätsel um die "Fäkalienspritzer" in Schornweisach erklärte.

Weitere kuriose Meldungen im August:
Vater schneidet seinem vierjährigen Sohn die Haare und löst Polizeieinsatz aus
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Nach vermeintlichem Schlangenbiss: Tier in Saalfeld entpuppt sich als große Nacktschnecke


September - Polizeibewerber wird bei Einstellungsgespräch selbst verhaftet


Als er sich über eine Anstellung bei der Polizei erkundigen wollte, wurde ein junger Mann in Schwabach verhaftet.Gegen ihn lag ein Haftbefehl vor. Der Mann kam als Polizeibewerber zu einem Vorstellungsgespräch bei der Einstellungsberatung der Polizeiinspektion Schwabach. Er wollte sich über die Anforderungen und die Voraussetzungen, die für eine Anstellung bei der bayerischen Polizei nötig sind, erkundigen.

Bei der routinemäßigen Personen-Überprüfung stellte sich allerdings heraus, dass gegen ihn ein aktueller Haftbefehl bestand. Der junge Mann wurde daher in der Dienststelle der Polizeiinspektion von Beamten der Ermittlungsgruppe verhaftet.

Weitere kuriose Meldungen im September
Prozess wegen Pupsen neben Polizistin - Ist das Beleidigung?
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Während des Einbruchs eingeschlafen
Kurioses Fotoshooting: Unbekannte stellen lebensgroße Sexpuppe vor Radarfalle


Oktober - Zirndorfer Stadtrat beschlussunfähig, schuld sind Schäufele und Klöß


Der Zirndorfer Bürgermeister Thomas Zwingel musste im Oktober die Sitzung des Stadtrats abbrechen, weil nahezu alle Räte von CSU, Grünen und Freien Wählern nicht erschienen waren. Sie befanden sich auf der Feier eines neu eröffneten Supermarkts, wo Schäufele mit Klößen serviert wurden. Der Stadtrat war deshalb nicht beschlussfähig. Nur 15 der 31 Ratsmitglieder waren zur Sitzung erschienen.

Laut Tagesordnung sollte ein Antrag der Grünen zur Einsetzung eines Umweltreferenten behandelt werden - doch auch der für den Posten vorgeschlagene Grünen-Politiker war bei der Verköstigung.

Weitere kuriose Meldung im Oktober
Mit Brecheisen und Gabelstapler - Feuerwehr rettet 300 Kilo schwere Frau aus Wohnung


November - Hut in Jauche getaucht und angezündet: Bruderstreit in Weismain eskaliert

Ein unrühmliches Ende nahm eine familiäre Auseinandersetzung zwischen zwei Brüdern in Weismain im Landkreis Lichtenfels. Wie die Polizei mitteilte, nahm im Verlauf des Streits der 64-jährige Beschuldigte den Hut seines 73-jährigen Bruders vom Kopf und tunkte diesen in Jauche. Damit nicht genug: Anschließend verbrannte er den Hut auch noch. Dem Bruder entstand ein Sachschaden von 10 Euro.

Weitere kuriose Meldungen im November
Nach Bordellbesuch enttäuschter 14-Jähriger ruft die Polizei
Unbekannter legt wöchentlich ein Pfund Hackfleisch auf die Bahngleise


Dezember - Do it yourself: Rentner gleich zweimal mit Autokennzeichen aus Pappe angehalten


Mit selbstgemalten Autokennzeichen aus Pappe ist in Unterfranken ein 72-Jähriger in eine Polizeikontrolle geraten. Wie die Beamten mitteilten, griffen sie den Mann am frühen Morgen in der Rastanlage Haidt Nord wegen der auffälligen Kennzeichen auf.

Der aus dem Kreis Kassel stammende Mann besaß auch keinen Führerschein. Außerdem war er bereits zwei Tage zuvor von der Münchner Polizei kontrolliert und wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und mit falschen Kennzeichen angezeigt worden. Der Hesse hatte sich daraufhin einfach neue Kennzeichen gebastelt, mit denen er seine Fahrt fortsetzte.

Weitere kuriose Meldung im Dezember:
Schwarzfahrerin zieht sich komplett aus und bespritzt Polizisten mit Muttermilch
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