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Feiertag in Bayern

Buß- und Bettag 2017 in Bayern: Was hat es mit dem Feiertag auf sich und wer hat frei?

Der Buß- und Bettag ist zwar auch 2017 in Bayern kein gesetzlicher Feiertag, aber dennoch gelten an diesem Mittwoch Sonderregeln.
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Der Buß- und Bettag soll gläubigen Christen die Möglichkeit geben, über ihr Leben nachzudenken und Buße zu tun. Foto: Jochen Berger
Der Buß- und Bettag soll gläubigen Christen die Möglichkeit geben, über ihr Leben nachzudenken und Buße zu tun. Foto: Jochen Berger

Der Buß- und Bettag ist ein regionaler Feiertag in Deutschland. Ob man frei hat oder nicht, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt.


Wann ist der Buß- und Bettag 2017?

Der Buß- und Bettag ist 2017 am 22. November. Wie immer findet der evangelische Feiertag an einem Mittwoch statt.

Buß- und Bettag 2017: 22. November
Buß- und Bettag 2018: 21. November
Buß- und Bettag 2019: 20. November


Der Feiertag der Menschen mit evangelischen Glauben hat in Bayern seinen Status als gesetzlicher Feiertag verloren, so dass Arbeitnehmer kein Anrecht auf einen freien Tag haben. Allerdings wird an diesem Mittwoch die Schulpflicht aufgehoben.

Warum ist der Feiertag jedes Jahr an einem anderen Datum?

Der Tag wird jedes Jahr vor dem Ewigkeitssonntag, elf Tage vor dem ersten Advent, angesetzt. Aber der Tag ist immer ein Mittwoch.
 


Wo ist der 22. November ein freier Tag?

Nur noch in Sachsen ist dieser Mittwoch ein gesetzlicher Feiertag. In allen anderen Bundesländern ist der christliche Tag seit 1995 kein freier Tag für Arbeitnehmer mehr. Abgeschafft wurde er, um die Belastung für die Arbeitgeber zu reduzieren. Es kommt durchaus vor, dass Feiertage in Deutschland geändert werden.

Was bedeuten gesetzliche Feiertage?

Wenn es sich um einen gesetzlichen Feiertag handelt, wird der Tag wie ein Sonntag behandelt. Die arbeitende Bevölkerung hat frei und wer doch arbeiten muss, bekommt Feiertagszuschläge.


Wer hat am Buß- und Bettag in Bayern dennoch frei?

Die Schulen in Bayern bleiben dennoch geschlossen, so dass auch katholische Schüler einen freien Tag genießen können. Auch an den Unis sind meist nur vormittags Lehrveranstaltungen.

Das bringt jedes Jahr viele Eltern in Schwierigkeiten, da sie normal arbeiten müssen, aber die Kinder frei haben. Deshalb müssen Familien den Tag, wie auch Schulferien, in ihrem Jahreskalender frühzeitig planen. Viele Mütter und Väter nehmen sich an diesem Tag frei. In einigen Betrieben ist es auch üblich, dass die Eltern ihren Nachwuchs mitnehmen dürfen.

Wer als Protestant den Buß- und Bettag begehen will, kann sich den mit dem Bayrischen Feiertagsgesetz freistellen lassen. Das gilt dann in den meisten Fällen nicht als Urlaubstag, aber der Lohn wird abgezogen.

Der Buß- und Bettag wird auch flexibel gehandhabt

Untersteinach im Kreis Kulmbach feiert den Buß- und Bettag alljährlich am 10. August. Grund ist, dass ein verheerendes Feuer am 10. August 1706, das in dem Ort wütete und fast komplett in Schutt und Asche legte. Der Brand war die schlimmste Katastrophe, die Untersteinach jemals heimsuchte.
 


Buß- und Bettag: Wie katholische und evangelische Christinnen und Christen den Ökumenischen Buß- und Bettags-Gottesdienst feiern, finden Sie hier:


Buße meint nicht Bestrafung
Beim Buß- und Bettag ist Buße übrigens nicht als Bestrafung gemeint, sondern als Möglichkeit, sich selbst Sünden einzugestehen, auf Gott zu besinnen und das eigene Handeln zu überdenken sowie gegebenenfalls anzupassen.

Buße soll gestörte Beziehungen zwischen Menschen sowie zwischen dem Mensch und Gott wiederherstellen. Außerdem gehört ein Bekenntnis zur Sünde dazu und eine Form der Beschwichtigung. So versucht der sündige Christ das reine Verhältnis zu Gott wieder zu erhalten.

 


Was wird am Buß- und Bettag gefeiert?

Am Buß- und Bettag gestehen Menschen mit evangelischen Glauben - durch das Abhalten von Fürbitten - ihre Schuld vor Gott ein. Der Feiertag soll Gläubigen einen Anlass geben, ihr Gewissen vor Gott auf den Prüfstand zu stellen sowie eigene und gesellschaftliche Fehler zu überdenken und einzugestehen. Einsicht und die innere Bereitschaft zu Veränderung sollen das Ziel sein. So geht es in den Gottesdiensten häufig auch um gesellschaftliche Probleme wie Armut oder Raub an der Natur.

 

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