Berlin
Strafen

Das ändert sich ab 19. Oktober: Härtere Strafen für Verkehrssünder

Handy am Steuer, Rasen und Behinderung von Einsatzkräften: Für Verkehrssünder wird es ab dem 19. Oktober richtig teuer. Diese Strafen ändern sich.
Artikel einbetten
Höhere Strafen ab 19. Oktober: So teuer wird es für Verkehrssünder. Symbolbild: pixabay.de
Höhere Strafen ab 19. Oktober: So teuer wird es für Verkehrssünder. Symbolbild: pixabay.de
Der Bundesrat ließ am Freitag einige bereits vom Bundestag beschlossene Gesetze passieren. Es ging an dem Tag vor allem um die Erhöhung der Strafen für Verkehrsdelikte:


Rettungsgasse: Behinderung von Einsatzkräften:

Autofahrer, die Einsatzwagen von Rettungskräften und Polizei behindern, werden in Zukunft ebenfalls härter bestraft. Wer bei stockendem Verkehr etwa auf Autobahnen keine Notgasse für Helfer bildet, muss statt bisher 20 Euro mindestens 200 Euro berappen - und im schwersten Fall bis zu 320 Euro verbunden mit einem Monat Fahrverbot. Das sieht eine Verordnung der Bundesregierung vor, die der Bundesrat am Freitag billigte.

Die Länderkammer stimmte zudem dafür, dass generell mindestens 240 Euro und ein Monat Fahrverbot drohen sollen, wenn Autofahrer Einsatzwagen mit Blaulicht und Einsatzhorn nicht sofort freie Bahn verschaffen - unabhängig von einer Rettungsgasse.




Raser

Deutlich härtere Strafen sollen Raser künftig stärker von illegalen Autorennen und anderen lebensgefährlichen Tempofahrten auf deutschen Straßen abhalten. Bei rücksichtslosem Fahrern kann sogar mit einer Gefängnisstrafe geahndet werden. Wer solche Rennen veranstaltet oder daran teilnimmt, soll mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden - und mit bis zu zehn Jahren, wenn jemand dabei schwer verletzt oder getötet wird.

Dafür wird ein neuer Straftatbestand eingeführt. Erfasst werden auch Fahrer, die unabhängig von illegalen Rennen "grob verkehrswidrig und rücksichtslos" rasen. Bisher wird die Teilnahme an illegalen Rennen mit 400 Euro Bußgeld und einem Monat Fahrverbot geahndet. Bestraft wird gemäß dem neuen Gesetz schon der Versuch, Rennen zu organisieren. Künftig können auch Fahrzeuge wegen solcher Taten amtlich eingezogen werden. Den Anstoß für die Neuregelung hatte die Länderkammer selbst gegeben.


Handy am Steuer

Das Hantieren mit Smartphones am Steuer kommt Autofahrer künftig teurer zu stehen. Der Bundesrat stimmte für eine Verschärfung des bestehenden Handy-Verbots, das vielfach missachtet wird. Für Verstöße werden künftig 100 Euro statt bisher 60 Euro fällig, weiterhin verbunden mit einem Punkt in der Flensburger Verkehrssünderdatei.

Im schlimmsten Fall mit einer Sachbeschädigung drohen 200 Euro, zwei Punkte sowie ein Monat Fahrverbot. Werden Fahrradfahrer mit Handy in der Hand ertappt, müssen sie künftig 55 Euro statt bisher 25 Euro zahlen. Das Verbot, das bisher nur Mobil- und Autotelefone nennt, wird zudem auf alle Kommunikationsgeräte wie etwa Tablets und Laptops erweitert.

Illegales Autorennen in Augsburg: Raser könnten ihre Autos verlieren
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare