New York

New Yorker Modewoche: Pink, Glitzer und Animal Prints

Die New Yorker Modewoche verabschiedet sich mit Glanz und Glitter: Metallic-Effekte sind auch im kommenden Winter ein Hingucker. Gleichzeitig setzen die Modehäuser auf Pink als Power-Farbe für starke Frauen. An #MeToo kommt aber auch die Fashion Week nicht ganz vorbei.
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New York Fashion Week - Jeremy Scott
Gigi Hadid erinnert an Milla Jovovich in dem Science-Fiction-Film «Das fünfte Element». Auf der New Yorker Fashion Week hat Designer Jeremy Scott die Regie übernommen. Foto: Mary Altaffer/AP
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Pink und Rosa geben bei der New Yorker Fashion Week den Ton an. Die Trendfarben des kommenden Winters stechen aus dem Schwarz der Herbst- und Winterkollektionen hervor.

Ob militärische Strenge in Knallpink bei Alexander Wang, klassisch elegant bei Carolina Herrera, fließendes Blassrosa bei Calvin Klein, Aufsehen erregende Schärpen von Naeem Khan oder Street-Style von Philip Lim und Ralph Lauren.

Von 8. bis 14. Februar zeigten Modeschöpfer in Dutzenden angesagten Locations in ganz New York ihre Kreationen für die kommende Wintersaison. Die Modemacher kamen auf der viertgrößten Modewoche der Welt nicht an der #MeToo-Debatte vorbei. Einige Designer wie Tom Ford thematisierten die Proteste in ihren Shows, Opfer sexuellen Missbrauchs zeigten #MeToo-Mode.

Im kommenden Winter ist Tierisches weiter gefragt. Animal-Prints bleiben ein fixer Bestandteil der Kollektionen; etwa in kompletten Outfits von Victoria Beckham. Tierische Motive finden sich auch auf den fließenden Maxikleidern von Oscar de la Renta. Tom Ford hingegen interpretiert die 80er neu und zeigt Leoparden- oder Schlangen-Prints auf Hosen, Kleidern, Strumpfhosen und Taschen, allerdings in knalligem Grün oder Pink mit Neon-Akzenten.

Auf knallige Farben setzen auch Diane von Fürstenberg mit fließenden Kleidern in Gelb und Adam Selman, der seine Models in kräftigem Lila oder Lackrot über den Laufsteg schickt. Und auch hier wieder: Pink. Accessoires wie farbige Strumpfhosen oder Socken feiern ebenfalls ein Comeback.

Bei Oscar de la Renta darf es glitzern. Pailletten- und Strassapplikationen mit floralen Motiven befinden sich auf zarten Kleidern genauso wie auf Mänteln und Jacken. In seiner Herrenkollektion setzt auch Tom Ford auf Glanzeffekte. In metallischen Grau- und Blautönen schimmern Jacken und Anzüge. Anleihen beim Science-Fiction-Kino und dem Film-Klassiker «Matrix» nahmen sich mehrere Modehäuser für ihre Damen- oder Herrenkollektionen. Versionen des legendären schwarzen Leder-Outfits fanden sich bei Philipp Plein und Alexander Wang.

Wang ist auch einer jener Designer, die der New Yorker Modewoche in Zukunft den Rücken kehren werden. Der Mode-Revolutionär bleibt zwar der Stadt treu, die seine Karriere begründet hat. Er kündigte für die Zukunft seine eigene Fashion Week mit Events im Dezember und Juni an. Mit einer neuen Produktionsstrategie sollen Kunden mehr Alexander Wang bekommen.

Victoria Beckham sagt New York ebenfalls Adieu. Auch die Labels Proenza Schouler, Rodarte, Delpozo, Thom Browne und Altuzarra hatten angekündigt, ihre Kollektionen in Zukunft in Europa zeigen zu wollen, also in Paris oder London.

Diese Abwanderungen lassen in New York die Alarmglocken schrillen. Mit einem Schwenk in Richtung exklusivere Events und größere Social-Media-Tauglichkeit versucht die Modewoche, auch in Zeiten von immer rascher wechselnden Trends und sich änderndem Konsumverhalten ihre Relevanz zu verteidigen.

Mit den Shows der großen US-Labels Marc Jacobs und Michael Kors verabschiedete sich die Fashion Week bis zum September. Doch auch hier bekommt die Modewelt die Auswirkungen der Enthüllungen über sexuelle Belästigung zu spüren. Das Label Marchesa sagte Ende Januar die für Mittwoch angesetzte Schau ab. Mitbegründerin Georgina Chapman ist (noch) mit Hollywood-Produzent Harvey Weinstein verheiratet, dem zahlreiche Frauen sexuelle Übergriffe vorwerfen.

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