Kopenhagen
Glosse

Wir sind auf Süßes programmiert

Forscher liefern eine Ausrede für viele Naschkatzen.
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Manche Menschen haben mehr Lust auf Süßes als andere und das hat wohl einen genetischen Grund. Foto: Roland Weihrauch/dpa
Manche Menschen haben mehr Lust auf Süßes als andere und das hat wohl einen genetischen Grund. Foto: Roland Weihrauch/dpa
Wir haben ja immer gewusst, dass es eine wissenschaftliche Erklärung für den unbändigen Drang nach Schokolade geben muss. Nun haben Forscher der Universität Kopenhagen herausgefunden, dass das von der Leber gebildete Hormon FGF21 (Fibrolasten-Wachstumsfaktor 21) Naschkatzen besonders antreibt.
Eine Erkenntnis, die nicht nur den süßspeisenaffinen Dänen, die ihr Brot am liebsten mit Schokolade belegen, in den Plunder passt. Auch bei uns nimmt im Schnitt jeder mehr als 30 Kilo Zucker pro Jahr zu sich. Das ist wahrlich ein bisschen viel. Aber wer die Zeit vom Schoko-Osterhasi zum süßen Nikolasi mit Rieseneisbechern überbrückt, kann sich nun zumindest auf die Hormone berufen: "Ich hab's ja eigentlich nicht so mit dem süßen Zeug, aber mein FGF21, Ihr wisst schon..."
Leider haben die schlauen Dänen auch festgestellt, dass Menschen mit dem Fibrolasten-Laster auch vermehrt zu Tabak und Alkohol greifen. Wenn Ihnen also jemand mit Kippe, Bierflasche und Snickers begegnet, wissen Sie Bescheid: die bösen Hormone!
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