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"Aktenzeichen XY": Kontroverser Beitrag wird doch gezeigt

Aufgrund der in Deutschland um sich greifenden ausländerfeindlichen Stimmung wollte das ZDF in "Aktenzeichen XY... ungelöst" die Fahndung nach einem Verdächtigen mit dunkler Hautfarbe verschieben. Nach massiver Kritik macht der Sender eine Kehrtwende.

"Aktenzeichen XY"-Moderator Rudi Cerne
 

Bei "Aktenzeichen XY... ungelöst" soll ein kontrovers diskutierter Fahndungsfilm nun doch wie geplant in der September-Ausgabe gezeigt werden, berichtet der Branchendienst "DWDL". Die Redaktion der Sendung hatte zuvor beschlossen, den Beitrag auf unbestimmte Zeit zurückzustellen. Der Grund: Der gesuchte Verdächtige, ein mutmaßlicher Vergewaltiger, hat eine dunkle Hautfarbe. Die Redakteure befürchteten, durch den Film die derzeitige Hetze gegen Flüchtlinge weiter anzuheizen.

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Die frühere Entscheidung löste im Netz erst recht vehemente Kritik aus und leistete der unter Ausländerfeinden verbreiteten Auffassung Vorschub, dass Verbrechen von Migranten vertuscht würden. Die Polizei zeigte sich öffentlich über die Zurückstellung des Fahndungsaufrufes enttäuscht.

Nun ruderte das ZDF zurück: "Die Auswahl der Fälle erfolgt durch Redaktion und Produzent in enger Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei nach der Relevanz der Fälle, ihrer Dringlichkeit und dem jeweils aktuellen Ermittlungs-Stand", zitiert "DWDL" den Sender. "Die Hautfarbe oder andere Persönlichkeitsmerkmale eines mutmaßlichen Täters spielen dabei keine Rolle."

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