"Rip-Deal"

Täter täuschen Geschäftsmann aus Schweinfurt und ergaunern 40.000 Euro

Straftäter haben einem Geschäftsmann aus Schweinfurt vorgetäuscht, seine Maschinen kaufen zu wollen und ihn um Gold im Wert von 40.000 Euro gebracht.
Die Täter haben den Mann um Gold im Wert von 40.000 Euro gebracht. Symbolbild: dpa
 
Die Polizei teilte mit, dass Straftäter einen Geschäftsmann aus dem Raum Schweinfurt um Gold im Wert von rund 40.000 Euro gebracht haben. Sie hatten ihm vorgetäuscht, seine im Internet angebotenen Maschinen kaufen zu wollen. Ein Vermittler lockte ihn damit nach Mailand. Dort schlugen die Täter zu und entwendeten die Tasche des Geschäftsmannes samt Inhalt.


Geschäftsmann verkaufte im Internet Maschinen

Bereits seit längerer Zeit hatte der Geschäftsmann aus dem Schweinfurter Raum auch über das Internet Maschinen zum Kauf angeboten. Als Vermittler für einen vermeintlichen Kaufinteressenten aus Israel meldete sich dann ein Mann bei ihm per E-Mail. Die Verkaufsverhandlungen schritten voran und sie vereinbarten ein Geschäft in Höhe von 1,6 Millionen Euro samt Provision für den Vermittler.


Geschäft nur zu kriminellen Zwecken vorgetäuscht

Bei einem erneuten Treffen in einer Mailänder Bar mit dem angeblichen Mann aus Israel Anfang Juli diesen Jahres, hatte der Geschäftsmann auch die aus einem Kilogramm Gold bestehende Provision dabei. Bei deren Vorzeigen nahmen ihm die Begleiter des angeblichen Vermittlers die Tasche mit dem Gold ab und fuhren mit einem Auto davon.

In der Folgezeit stellte sich heraus, dass das Geschäft von Anfang an nur zu kriminellen Zwecken vorgetäuscht war. Der Geschäftsmann erstattet Ende September bei der Kriminalpolizei Schweinfurt Strafanzeige. Jetzt laufen die Ermittlungen.


Tipps der Polizei bei derartigen Geschäften

Wegen diesem Fall mahnt die Polizei zur Vorsicht bei derartigen Geschäften. Um nicht Opfer der dreisten Straftäter zu werden, hat die Polizei folgende Tipps:

- Seien Sie besonders vorsichtig, wenn ein Käufer bereitwillig auf den von Ihnen veranschlagten Kaufpreis eingeht, ohne vorher zu verhandeln.
- Seien Sie misstrauisch, wenn die Kaufzusage ohne vorherige Besichtigung des Kaufobjektes erfolgt.
- Stellen Sie die Personalien Ihrer Geschäftspartner fest. Geben Sie sich nicht mit einer Handynummer zufrieden.
- Lassen Sie sich stets Ausweisdokumente Ihres Geschäftspartners zeigen und notieren Sie die Daten.
- Überprüfen Sie, wer Ihr Geschäftspartner ist und wer dahinter steht.
- Lassen Sie sich von dem scheinbar seriösen Aussehen und Auftreten der Täter nicht beeindrucken.
- Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen. Bei unseriösen Angeboten steht nur der Täter unter Zeitdruck.
- Höchste Alarmstufe besteht, wenn die Geschäftsabwicklung im Ausland stattfinden soll.
- Erstatten Sie eine Anzeige, selbst wenn Sie nur einen solchen Kontakt hatten, ohne bereits betroffen zu sein.

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